Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 21-1340  

 
 
Betreff: Beschleunigung von Bebauungsplanverfahren
Hier: Verzicht auf eine nicht-öffentliche Beratung der Ergebnisse von öffentlichen Plandiskussionen (ÖPD)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:600.04-06
Federführend:Interner Service Beteiligt:D4 - Dezernat Wirtschaft Bauen und Umwelt
Beratungsfolge:
Stadtentwicklungsausschuss
06.08.2020 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses - Bitte beachten Sie: Aufgrund der derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus sind ausschließlich Vertreter der Presse als Zuhörer zugelassen!!      
03.09.2020 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses - Bitte beachten Sie: Aufgrund der derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus sind ausschließlich Vertreter der Presse als Zuhörer zugelassen!!      
Stadtentwicklungsausschuss Vorberatung

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

 

Die Durchführung der Bebauungsplanverfahren ist in Hamburg in den letzten Jahren, u.a. wegen der Dringlichkeit Wohnraum bereitzustellen, einem Analyseprozess unterworfen worden, der Möglichkeiten der Beschleunigung und Digitalisierung aufzeigen sollte. Hierzu ist mit den Bezirken eine Detailanalyse des Durchführungsablaufs erarbeitet worden, die teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den Bezirken ergeben hat. Um ein solch komplexes Verfahren in einem digitalen Bearbeitungsablauf abzubilden, ist es zwingend notwendig den Prozess für alle Bezirke zu normieren. Nur dann lassen sich wirkliche Einsparungspotentiale erreichen.

In diesem Zusammenhang ist auch eine Besonderheit, die nur im Bezirk Hamburg-Nord in dieser Form durchgeführt wird, als wesentliches Beschleunigungspotenzial ermittelt worden. So wird nur im Bezirk Hamburg-Nord nach der Durchführung einer öffentlichen Plandiskussion (ÖPD) als frühzeitige Bürgerbeteiligung die Auswertung dieses Verfahrensschrittes in zwei nacheinander stattfindenden Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses durchgeführt (erst nicht öffentlich – dann öffentlich). Dies führt bei einer angestrebten Dauer des Planverfahrens von 18 Monaten (von der Grobabstimmung bis zur Vorweggenehmigungsreife des Plans) zu teilweise erheblichen Zeitverzögerungen. So ergibt sich eine Verzögerung von mindestens einem Monat, da die Sitzungen in der Regel monatlich stattfinden. Dies kann sich allerdings durch Klärungsbedarfe oder zwischenzeitig liegende Ferientermine nach der ersten nichtöffentlichen Sitzung erheblich verlängern.

 

Dies ist nicht nur für die zeitliche Durchführung des Verfahrens von erheblicher Bedeutung, sondern ist auch in der Außenwahrnehmung den Bürgerinnen und Bürgern schwer zu vermitteln, da zwischen der öffentlichen Veranstaltung der Plandiskussion und der nächsten öffentlichen Behandlung in den ehrenamtlichen Gremien eine unverhältnismäßig lange Zeitspanne liegt.

Die Erfahrungen der letzten Bebauungsplanverfahren haben gezeigt, dass in den ersten, nicht-öffentlichen Auswertungen von öffentlichen Plandiskussionen keine wesentlichen, neuen Erkenntnisse oder Änderungsbedarfe für die öffentlich vorgestellten Bebauungsplanentwürfe aufgetreten sind. Es wird deswegen empfohlen, zukünftig bereits die erste Auswertung einer ÖPD öffentlich durchzuführen.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Petitum/Beschluss:

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt Kenntnis und empfiehlt der Bezirksversammlung, ihren Beschluss dahingehend zu ändern, dass zukünftig bereits die erste Auswertung einer öffentlichen Plandiskussion öffentlich durchgeführt und auf eine vorgezogene nicht-öffentliche Auswertung verzichtet wird.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

Keine