Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 21-1248  

 
 
Betreff: Mehr Schutz vor dem Eichenprozessionsspinner - Geeignete Maßnahmen prüfen und anwenden
Antrag der CDU-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung
18.06.2020 
Sitzung der Bezirksversammlung - Bitte beachten Sie den geänderten Sitzungsort! Zudem sind wegen der derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus sind ausschließlich Vertreter der Presse als Zuhörer zugelassen!! (offen)   
Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität
18.08.2020 
Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität - Bitte beachten Sie: Aufgrund der derzeitigen Schutzmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus sind ausschließlich Vertreter der Presse als Zuhörer zugelassen!! abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

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Sachverhalt:

 

Aufgrund der warmen und trockenen Sommer der letzten Jahre hat sich der Eichenprozessionsspinner in Deutschland immer stärker vermehrt.  Die Brennhaare der Raupen sind mit dem Nesselgift Thaumetopein versehen und sind für Mensch und Tier sehr gefährlich. Sie lösen allergische Reaktionen aus, die bis zu Bronchitis, Asthma, Bindehautentzündung oder Schockreaktionen führen können.

 

Seit 2018 steigen die Populationen des EPS bundesweit stetig und besorgniserregend an. In Hamburg musste im Südosten die Verkehrsbehörde einen Autobahnabschnitt sperren, damit die Schädlingsbekämpfer gegen die Raupen vorgehen konnten. Das betraf die A1 und Zubringer auf die A25 und von der A255. Die Kosten, die Hamburg aufgrund der Bekämpfung des EPS bislang schon zu tragen hatte, liegen bei über 140.000, - €. Auch der Bezirk Wandsbek musste im Jahr 2019 feststellen, dass am Deelwischredder und am Bramfelder See die Populationen im Vergleich zum Vorjahr gewaltig angestiegen waren, und ein künftig stärkeres und vollumfängliches Vorgehen gegen den EPS erforderlich sein wird.

 

Die Antworten der Bezirksamtsleitung in HH-Nord auf die zwei bereits von der CDU-Fraktion gestellten Kleinen Anfragen, lassen beim Leser allerdings eher den Eindruck zurück, dass das Problem hier weniger ernst genommen - und auch verspätet wahrgenommen - wurde. Die Ablehnung der vielerorts bewährten Baumringfalle, die auch in Wandsbek genutzt wird, ohne ein entsprechendes Projekt vorab, kann nicht die richtige Vorgehensweise sein, ebenso wie der, möglicherweise ideologisch bedingte, Verzicht auf Biozide. Und ein Absperrband kann befallene Bäume und Regionen kennzeichnen, den EPS von einem Befall abzuhalten vermag es ganz sicher nicht. Hier sind im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bewohnerinnen und Bewohner unseres Bezirks die bewährten Lösungen, die auch in vielen süddeutschen Städten und Gemeinden zur Anwendung kommen, unverzichtbar.

 

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Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Hamburg-Nord beschließen:

 

  1. Das Bezirksamt Hamburg-Nord wird mit dem zuständigen Fachamt des Bezirksamts Wandsbek Kontakt aufnehmen und sich über den Einsatz der Baumringfalle vollumfänglich informieren und im Anschluss die Baumringfalle im Rahmen eines Projektes in HH-Nord anwenden. Über das Ergebnis der Bemühungen wird der Ausschuss für Soziales in seiner nächsten Sitzung informiert.
  2. Das Bezirksamt möge den Einsatz eines biologisch unbedenklichen Insektizides (auch vorbeugend) prüfen, und über das Ergebnis der Prüfungen den Ausschuss für Soziales in seiner nächsten Sitzung informieren.
  3. Auch gemäß der Antwort des Bezirksamtsleiters auf die letzte KA der CDU-Fraktion (Drs. 21-1089 vom 04.05.2020) zu diesem Thema, sind Nistkästen für Meisen als natürliche Fressfeinde leider kein geeignetes Mittel. Aus diesem Grund wird diese Vorgehensweise eingestellt und nicht weiter berücksichtigt.
  4. Gemäß der Antwort auf die in 3.) genannte KA ist der Auftrag zur Bekämpfung bereits im Winter 2019/020, nach Ausschreibung, vergeben. Um hier Rechtssicherheit bei einer Aufgabenerweiterung zu erhalten, wird das Bezirksamt mit seinem Rechtsamt sowie der zuständigen Senatsbehörde eine Vorgehensweise bezüglich der ergänzenden Aufgaben entwickeln.

 

 

Dr. Andreas Schott                                              Stefan Baumann
Fraktionsvorsitzender

 

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Anlage/n:

 

Keine