Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 21-0385  

 
 
Betreff: Keine unechte Zweispurigkeit auf der Stormarner Straße-
Radverkehr auf der Veloroute 6 ernst nehmen!
Beschlussempfehlung des Regionalausschusses
Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
  Aktenzeichen:123.50-04
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
01.10.2019 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Der Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg hat sich in seiner Sitzung am 23.09.2019 mit o.g. Thematik auf der Grundlage eines gemeinsamen Antrages der Grünen- und SPD-Fraktion befasst und bei Enthaltung der CDU-Fraktion einstimmig folgende Beschlussempfehlung verabschiedet:

 

Der Vorsitzende des Regionalausschusses möge sich dafür einsetzen, dass die Planung W13 der Veloroute 6 im Abschnitt Stormarner Straße zwischen Krausestraße und Wandsbeker Königstraße erneut geändert wird. Dabei soll der in der 1. Verschickung noch vorgesehene Wegfall der unechten Zweispurigkeit umgesetzt werden. Die in dem Abschnitt geplanten Radfahrstreifen müssen zudem mindestens Regelbreite aufweisen.

 

 

Begründung:

 

In der Regionalausschusssitzung vom 02.08.2019 hat der Ausschuss die Schlussverschickung der Veloroutenplanung auf dem Dulsberg, Abschnitt W13, zur Kenntnis genommen. In diesem Zusammenhang haben sowohl die ADFC-Vertreterin als auch der Vertreter des Seniorenbeirats gegen eine Änderung gegenüber den Plänen der 1. Verschickung an der Stormarner Straße zwischen Krausestraße und Wandsbeker Königstraße protestiert. Die nun vorgelegte Planung stellt für den Radverkehr eine deutliche Verschlechterung und Gefährdung dar.

Der an der Planung beteiligte Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) argumentiert, dass bei Wegfall der derzeit vorhandenen „unechten“ Zweistreifigkeit eine Verschlechterung der Abwicklung der Kfz-Verkehre an der nahen Kreuzung S Friedrichsberg die Folge sein könnte. Linksabbieger in die Wandsbeker Königstraße könnten zudem in der Spitzenstunde einen Rückstau in der Stormarner Straße erzeugen.

Daraufhin wurde die Planung mit der Schlussverschickung entgegen aller bisherigen Planungsstände und gegen die Argumente aller anderen Beteiligten angepasst. Die unechte Zweispurigkeit soll nun zwischen Krausestraße und Wandsbeker Königstraße weiterhin erhalten bleiben. Das macht die Idee der Veloroute als einer Radroute, die komfortabel, sicher und schnell zu befahren ist, hier zunichte. Denn eine unechte Zweispurigkeit führt zwangsläufig zu Konflikten zwischen Radfahrenden und Kfz-Nutzenden. Die Markierungen, die beide Bereiche trennen, werden häufig von Kfz überfahren. Die unklare Situation begünstigt auch Unfälle, weshalb in aktuellen Planungen unechte Zweispurigkeiten vermehrt aufgehoben werden (vgl. Bebelallee, Langenhorner Chaussee, Krausestraße).

Die Planungen müssen daher erneut so geändert werden, dass die unechte Zweispurigkeit auf dem Abschnitt wie zunächst geplant zugunsten einer eindeutigen Führung des Kfz-Verkehrs aufgegeben wird. Der Radfahrstreifen muss dabei mindestens in Regelbreite ausgeführt werden, darf aber gerne auch darüber hinausgehen.

 


Petitum/Beschluss:

 

Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung.

 

 


Anlage/n:

 

Keine