Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-6616  

 
 
Betreff: U-Bahnhof Lattenkamp am Tag nach Großkonzerten schneller reinigen
Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage vorsitzendes Mitglied
  Aktenzeichen:123.50-04
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raums   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude
18.03.2019 
Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude hat sich in seiner Sitzung am 21.01.2019 mit dem o.g. Thema auf Grundlage eines gemeinsamen Antrages der SPD- und Grüne-Fraktion befasst und einstimmig die nachfolgende Beschlussempfehlung verabschiedet:

 

„1. Die Hochbahn wird gebeten, das Reinigungskonzept und die Reinigungsintervalle der U-Bahn Station Lattenkamp darzulegen - insbesondere nach Veranstaltungen in der Sporthalle Hamburg.

 

2. Aus Sicht des Ausschusses ist es erforderlich, dass nach Veranstaltungen in der Sporthalle Hamburg künftig dafür Sorge getragen wird, dass die damit immer einhergehenden Verschmutzungen des Bahnhofs noch vor dem morgendlichen Berufsverkehr am Folgetag behoben sind.  Ggf. ist dies in Absprache mit den jeweiligen Veranstaltenden zu realisieren.

 

3. Nach Abschluss der baldigen Umbauarbeiten für die neuen Bike&Ride-Anlagen an der U-Bahn Station Lattenkamp sollen Schalterhalle, Bahnsteig und Umfeld insgesamt einer Grundreinigung unterzogen werden.“

 

Begründung:

Die Sporthalle Hamburg in Winterhude ist Hamburgs zweitgrößte Veranstaltungshalle. Seit 1968 finden hier regelmäßig Messen, aber vor allem Sportveranstaltungen und Konzerte statt. Der HSV Handball trägt hier regelmäßig seine Heimspiele aus und es finden jährlich ca. 30  - 50 Veranstaltungen und Konzerte unterschiedlichster Art statt.

Bis zu 7.000 Besucher*innen finden in der Halle Platz. Die Mehrheit nutzt den ÖPNV zur An- und Abreise. Die nächstgelegene U-Bahn Station ist Lattenkamp (U1). Besonders an Abenden mit Konzerten herrscht reges Gedränge im Bahnhof, in der Schalterhalle und im nahen Umfeld. Da viele Gäste bereits vor Konzertbeginn essen und trinken, bleibt an solchen Tagen besonders viel Müll liegen. Auch andere noch unschönere Hinterlassenschaften stellen sich mit zunehmendem Alkoholpegel - und besonders bei der Rückreise- ein.  Die U-Bahn-Station befindet sich daher in der Regel noch mindestens am Tag nach einer Veranstaltung in einem unangenehmen bis ekelerregenden Zustand. Die vielen übrigen Nutzerinnen und Nutzer des Bahnhofs, stößt dies naturgemäß ab.

Ansprechende, sichere und uneingeschränkt nutzbare Bahnhöfe sind ein nicht zu vernachlässigender Faktor für die Attraktivität des Nahverkehrs. Für die benannten Probleme am Bahnhof Lattenkamp müssen daher Lösungen gefunden werden.

 

Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung einstimmig.

 

Auf der Grundlage von Auskünften der Hamburger Hochbahn AG (Hochbahn) nimmt die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation wie folgt Stellung:

 

Zu 1.:

Die Hochbahn verfolgt ein integriertes Reinigungskonzept, welches unter Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten ein anerkanntermaßen hochwertiges Erscheinungsbild für Haltestellen und Fahrzeuge sichert. Im Rahmen der Haltestellen-Unterhalts­reini­gung erfolgt auch für die Haltestelle Lattenkamp mehrfach täglich eine bedarfsorientierte Reinigung bzw. Grobmüllsammlung. Zu Veranstaltungen werden Bedarfsreinigungen im Einzelfall durchgeführt.

 

Zu 2.:

Die Hochbahn wird aufgrund der gegebenen Hinweise gemeinsam mit dem beauftragten Reinigungsunternehmen prüfen, inwieweit die Tourenplanung des Reinigungsunternehmens entsprechend der Belastungssituation der Haltestelle Lattenkamp nach Veranstaltungen umgestellt werden kann, insbesondere um eine Reinigung der Haltestelle bereits vor der morgendlichen Hauptverkehrszeit zu gewährleisten.

 

Zu 3.:

Die Grundreinigung der Schalterhallen und Bahnsteige erfolgt regelhaft, haltestellenübergreifend und unabhängig von der Bausituation im jeweiligen Haltestellenumfeld. Das in der Drs. 20-6475 beschriebene Haltestellenumfeld liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der Hochbahn.

 


Petitum/Beschluss:

 

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

Dagmar Wiedemann

 


Anlage/n:

 

Keine