Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-5237  

 
 
Betreff: Dezentrale switchh-Punkte für Hamburg-Nord!
Gemeinsamer Antrag von SPD- und GRÜNE-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:gemeinsamer Antrag
  Aktenzeichen:123.30-04/0004
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung
18.01.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

In einer wachsenden Stadt ist die Förderung moderner und nachhaltiger Formen der Mobilität unabweislich, um den Verkehrslärm zu reduzieren und die Schadstoffbelastung der Luft zu minimieren. Eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs befördert auch die Lebensqualität, wird so doch mehr Platz im öffentlichen Raum geschaffen.

Deshalb fördern der Senat und die rot-grüne Mehrheit in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord neben dem ÖPNV insbesondere den Radverkehr und das zu Fuß gehen. Trotz des Ausbaus dieser Mobilitätsangebote wird es immer auch Menschen geben, die individuell in bestimmten Situationen auf ein Auto zurückgreifen müssen. Dies muss man aber nicht mehr selbst besitzen. Wie in vielen anderen Bereichen setzt sich auch bei Autos das Prinzip Teilen statt Besitzen immer mehr durch. CarSharing-Angebote boomen bundesweit. Die von der Hochbahn initiierten switchh-Punkte verbinden dabei CarSharing und Leihfahrräder in idealer räumlicher Nähe. Switchh-Punkte sind echte Mobilitätsorte.

Die Hochbahn hat Ende 2017 bekannt gegeben, dass nun auch vermehrt in dezentralen Lagen switchh-Punkte entstehen sollen, also in Wohngebieten und somit unabhängig von Schnellbahnhaltestellen. In Hamburg-Nord gibt es viele hochverdichtete Quartiere wie die Jarrestadt, das Komponistenviertel in Barmbek-Süd, das Schinkelviertel in Winterhude, die Uhlenhorst, den Dulsberg, Hoheluft-Ost und Eppendorf, die zur Minderung des Parkdrucks dringend solche Angebote gebrauchen könnten. Die Errichtung von switchh-Punkten in diesen Quartieren könnte zu einem echten Mehrwert für alle führen: Die switchh-Punkte garantieren auch weiterhin individuelle Mobilität, durch den Verzicht auf das eigene Auto reduziert sich aber der Parkdruck. Im Ergebnis steht mehr öffentlicher Raum für alle Menschen zur Verfügung.

 


Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Das Vorsitzende Mitglied setzt sich bei der zuständigen Fachbehörde dafür ein,

  1. dass in hochverdichteten Quartieren des Bezirks Hamburg-Nord, wie etwa der Jarrestadt, dem Komponistenviertel in Barmbek-Süd, dem Schinkelviertel in Winterhude, der Uhlenhorst, dem Dulsberg, in Hoheluft-Ost und in Eppendorf geprüft werden möge, ob hier schnellbahnhaltestellenunabhängige, dezentrale switchh-Punkte errichtet werden können und
  2. dass gleichzeitig geprüft wird, wie sichergestellt werden kann, dass diese dezentralen switchh-Punkte – insbesondere zu den morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten –ausreichend mit freien, anmietbaren CarSharing-Fahrzeugen versorgt werden. Das erarbeitete Konzept wird dem zuständigen Ausschuss für Verkehr vor der Einrichtung der switchh-Punkte vorgestellt.

 

r die SPD-Fraktionr die GRÜNE Fraktion
Thomas DomresMichael Werner-Boelz
Alexander Kleinow
 

 

 


Anlage/n:

 

Keine