Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-4727  

 
 
Betreff: Integrierte Stadtteilentwicklung im Fördergebiet Städtebaulicher Denkmalschutz Dulsberg
Hier: Verlängerung der Hauptförderphase bis Ende 2024 und Einsatz eines Gebietsentwicklers
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Interner Service Beteiligt:D4 - Dezernat Wirtschaft Bauen und Umwelt
Beratungsfolge:
Stadtentwicklungsausschuss -
07.09.2017 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Hintergrund

Die bisherige Projektlaufzeit für das Fördergebiet Städtebaulicher Denkmalschutz Dulsberg ist bis einschließlich 31.12.2017 festgesetzt. Am 2. Februar dieses Jahres  ist im Stadtentwicklungsausschuss der Sachstandsbericht zum bisher Erreichten vorgestellt worden und der Hinweis erfolgt, dass die Fachbehörde in Aussicht gestellt hat, die Gebietsförderung um sieben Jahre zu verlängern.

 

Einsatz eines Gebietsentwicklers

Die erste Förderperiode war auf die Kooperation mit den Eigentümern und Mittelgebern (z. B. IFB) bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Modernisierungsmaßnahmen fokussiert. Aus Sicht des Bezirksamts sollte das Verfahren in der zweiten Förderperiode thematisch breiter angelegt und alle relevanten Stadtteilakteure beteiligt und in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. Beispielsweise stoßen Maßnahmen im öffentlichen Raum nur dann auf Akzeptanz, wenn diese im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erarbeitet werden und somit in großen Bevölkerungskreisen Zustimmung erhalten. Ebenso verhält es sich mit umfangreichen Modernisierungsvorhaben bei den großen Gesellschaften. Auch diese Verfahren machen eine umfassende Beteiligungs- und Informationsstrategie notwendig, für die die Eigentümer entweder keine Kapazitäten haben oder vor deren Aufwand sie zurückschrecken. Um die Bewohnerschaft auf dem Dulsberg (17.000 EW) zukünftig besser zu Mitwirkung und Teilhabe zu motivieren sowie um potentielle Bauherren individuell, vor allem in Bezug auf Fördermöglichkeiten, beraten zu können, ist der zusätzliche Einsatz eines externen Gebietsentwicklers notwendig, der das Bezirksamt bei der Vor-Ort-Arbeit unterstützt.

 

Die Fachbehörde unterstützt den Einsatz eines externen Gebietsentwicklers und hat daher der Ausschreibung bereits im Vorgriff auf die beabsichtigte Gebietsverlängerung zugestimmt.

 

An der EU-weiten Ausschreibung haben sich vier Interessenten beteiligt, drei Bewerber haben Konzepte eingereicht und sind zur persönlichen Vorstellung eingeladen worden. In der Gesamtbewertung hat das Angebot der BIG-Städtebau die beste Bewertung erhalten. Es ist vorgesehen, die BIG kurzfristig vertraglich als Gebietsentwickler zu verpflichten. Aufgabenschwerpunkt des Gebietsentwicklers wird es zunächst sein, auf Basis des vorhandenen Entwicklungskonzepts Städtebaulicher Denkmalschutz Dulsberg ein Integriertes Entwicklungskonzept im Sinne von RISE aufzustellen. Die BIG soll hierbei die in Dulsberg etablierten Strukturen der Stadtteilarbeit (Stadtteilbüro und Stadtteilrat Dulsberg) einbeziehen und insbesondere bei den künftigen Vernetzungs- und Beteiligungsaufgaben mit dem Stadtteilbüro Dulsberg zusammenarbeiten.

 

 

Weiteres Vorgehen

Der Gebietsentwicklungsprozess wird gegenwärtig im Bezirksamt durch die Fachämter Stadt- und Landschaftsplanung und  Sozialraummanagement koordiniert; zurzeit erarbeiten beide Fachämter in der Abstimmung mit der Fachbehörde die für die Gebietsverlängerung notwendige Entscheidungsvorlage. Vorgesehen ist eine Zwischenbilanzierung des bisher Erreichten, inklusive des Aufzeigens weiterer Handlungsbedarfe. Die Bilanzierung wird dem StekA zur Verabschiedung vorgelegt und es wird  parallel dazu eine erläuternde Präsentation durch den Gebietsentwickler geben.

 

Ende des Jahres, voraussichtlich im Dezember 2017 soll die Gebietsverlängerung dem Leitungsausschuss für die Programmsteuerung (LAP) vorgelegt und dort formell beschlossen werden. Das für die Förderperiode bis 2024 zu erstellende fortgeschriebene Integrierte Entwicklungskonzept wird durch den Gebietsentwickler im Anschluss erstellt. Ziel ist es, dieses bis Mitte 2018 zu erarbeiten und in den Gremien vorzustellen.

 


Petitum/Beschluss:

 

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

Harald Rösler

 


Anlage/n:

 

Keine