Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-3859  

 
 
Betreff: Stadtteilidentifikation stärken - Für eine U-Bahn-Station "Dulsberg"!
Beschlussempfehlung des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
  Aktenzeichen:123.50-04
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss -
07.02.2017 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Der Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg hat sich in seiner Sitzung am 16.01.2017 mit o.g. Thematik auf der Grundlage eines gemeinsamen Antrages der SPD-, GRÜNE- und CDU-Fraktion sowie der Gruppen PIRATEN und FDP befasst und mehrheitlich bei Gegenstimmen der Fraktion DIE-LINKE folgende Beschlussempfehlung verabschiedet:

 

 

  1. Das Vorsitzende Mitglied der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei den

zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die U-Bahn-Station „Straßburger Straße" in

„Dulsberg" umbenannt wird.

 

  1. Sollte einer vollständigen Umbenennung nicht zugestimmt werden, so soll stattdessen

der Name „Dulsberg (Straßburger Straße)“ gewählt oder eine ähnliche Bezeichnung

unter Nennung des Stadtteils gefunden werden.

 

  1. In jedem Falle sollen dem beantragenden Ausschuss die zusätzlichen Kosten für eine

Umbenennung mitgeteilt werden.“

 

 

 

Begründung:

Der Dulsberg ist einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile in Hamburg und beherbergt

unter anderem die denkmalgeschützte Siedlung von Fritz Schumacher, den Olympiastützpunkt

Hamburg und die zur Eliteschule des Sports ausgebaute Gesamtschule Alter Teichweg. Viele

BewohnerInnen zeichnet eine hohe Identifikation mit ihrem Stadtteil aus. AnwohnerInnen und

Gewerbetreibende machen im Dialog mit anderen HamburgerInnen aber oftmals die Erfahrung,

dass sie erläutern müssen, wo sich der Stadtteil Dulsberg eigentlich befindet.

 

Im Stadtteilrat Dulsberg gab es in 2016 daher zahlreiche Überlegungen, wie die Bekanntheit desStadtteils Dulsberg sowie seine Außenwahrnehmung innerhalb Hamburgs verstärkt werden

kann. Davon verspricht sich der Stadtteilrat eine weitere Verbesserung der Identifikation der

BürgerInnen auf dem Dulsberg mit dem Quartier und eine damit verbundene Förderung des

Engagements der Menschen für ihren Stadtteil.

 

Symptomatisch für den geringen Bekanntheitsgrad des Stadtteils ist das Fehlen einer nach ihm

benannten Schnellbahnhaltestelle. Weder die zwei U-Bahn-Stationen „Straßburger Straße"

sowie „Alter Teichweg", die im Stadtteil liegen, noch die S-Bahn-Station „Friedrichsberg" an der

Grenze des Stadtteils weisen in ihrem Namen einen Bezug zum Dulsberg auf.

 

Von 103 Hamburger Stadtteilen sind immerhin 47 mit Ihrem Stadtteilnamen direkt oder

umschrieben (z.B. „Langenhorn-Markt") in Materialien und Aushängen des HVV präsent (33

Stadtteile weisen gar keine U- oder S-Bahnstation auf). Bis zum vergangenen Jahr war auf den

HVV-Karten an den Haltestellen der Stadtteil Dulsberg sogar falsch im Bezirk Wandsbek

verortet!

 

Es erscheint angemessen und daher überlegenswert, eine der Stationen im Quartier auch nach

dem Stadtteil "Dulsberg" zu benennen.

 

Prädestiniert für eine Umbenennung wäre die U-Bahn-Station „Straßburger Straße". Sie befindet sich in fußläufiger Entfernung vom Zentrum des Stadtteils mit dem Straßburger Platz.

 

Da die Materialien des HVV sowieso in regelmäßigen Abständen erneuert werden müssen, weil

sich immer wieder Änderungen im Streckennetz, der Ausstattung (Barrierefreiheit) oder der

Benennung ergeben, würde eine Umbenennung im wesentlichen nur Kosten im Rahmen der

Umfirmierung innerhalb der Station verursachen. Hier bietet der barrierefreie Ausbau der Station Straßburger Straße im Jahr 2018 eine günstige Gelegenheit.

 


Petitum/Beschluss:

Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung.

 


Anlage/n:

 

Keine