Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-3688  

 
 
Betreff: Benennungsvorschläge für eine Straße und einen Verbindungsweg im Bereich des Bebauungsplanes Groß Borstel 25
Stellungnahme des Staatsarchivs
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:123.70-24
Federführend:Interner Service Beteiligt:Bezirksamtsleitung
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel -
05.12.2016 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Mit Antrag – Drs. 20-3664 – über 2 Namensgebungen für die vom Kellerbleek abzweigende Hauptstraße und den Geh- und Radweg aus dem Neubaugebiet, über die Tarpenbek bis zum Brödermannsweg werden interfraktionell folgende Namen vorgeschlagen:

 

  1. Für die vom Kellerbleek abzweigende Straße: Gert-Marcus-Straße
  2. Für den die Tarpenbek überquerenden Verbindungsweg zum Brödermannsweg:

Anni-und-Hans-Glissmann-Weg

 

Zu den Benennungsvorschlägen nimmt das Staatsarchiv wie folgt Stellung:

 

Zu 1.

 

Gegen den Namensvorschlag "Gert-Marcus-Straße" bestehen keine Bedenken. Verwechslungsgefahren mit vorhandenen Namen liegen nicht vor. Da der Genannte bereits 1933 nach Schweden auswanderte, liegt wahrscheinlich kein Material im Staatsarchiv vor. Dennoch konnten nachprüfbar Daten ermittelt werden.

 

r das Erläuterungsschild wird folgender Text vorgeschlagen: nach Gert Olof M. (1914 Hamburg 2008 Stockholm), Maler, einer der wichtigsten schwedischen Bildhauer; emigrierte Anfang der 1930-er Jahre nach Schweden; Verfolgter des Nationalsozialismus“.

 

 

Zu 2.

 

Gegen den Namensvorschlag "Anni-und-Hans-Glissmann-Weg" bestehen dagegen Bedenken, ausschließlich wegen der unüblichen Länge. Hierzu wird auf Abschnitt II Ziffer 1 der Benennungsbestimmungen des Senats hingewiesen, nach der Namen von Verkehrsflächen "möglichst kurz, einprägsam, wohlklingend und für den mündlichen und schriftlichen Gebrauch unmissverständlich" sein sollen. Eine Doppelbenennung nach beiden Personen im offiziellen

Wegenamen ist daher unzulässig.

 

Da verstärkt nach Frauennamen benannt werden soll, wäre ein "Anni-Glissmann-Weg" durchhrbar mit der Erläuterung nach beiden Personen.

 

Hinweis: Ein "Glissmannweg" wäre nicht möglich wegen des bereits vorhandenen Glißmannweg (Schnelsen), seit 1948, nach der alteingesessenen Bauernfamilie Glißmann.

Eine Straßenbezeichnung muss demnach mit vorangestelltem Vornamen benannt werden, daher schlägt das Staatsarchiv "Anni-Glissmann-Weg" vor.

 

r das Erläuterungsschild wird folgender Text vorgeschlagen: nach dem Künstlerehepaar Anni G. (1900-1959), Graphikerin und Kunstgewerblerin, und Hans G. (1894-1956), Bildhauer;

das Paar erhielt 1938 Berufsverbot und emigrierte über Umwege 1940 nach London; Verfolgte des Nationalsozialismus“.

 

 


Petitum/Beschluss:

 

 

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

 

 

Harald Rösler

 


Anlage/n:

 

Keine