Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-3418  

 
 
Betreff: Umgestaltung des nördlichen Maienwegs:
Variante 2 näher untersuchen!
Antrag der GRÜNE-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:750.10-03
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz -
27.09.2016 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
160927_UVV_AN_GRUeNE_PraesentationMaienweg  

Sachverhalt:

In der Juni-Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz (UVV) wurden dem Plenum vom beauftragten Ingenieurbüro verschiedene Varianten für den geplanten Umbau des nördlichen Maienwegs vorgestellt. Umgestaltet werden soll der  Abschnitt zwischen Ratsmühlendamm und Am Hasenberge, wobei die Untersuchung zunächst nur den Verlauf bis Ahornkamp berücksichtigt (s. Anlage).

Alle Varianten, die gängige Planungsstandards einhalten, wurden als „nicht realisierbar” oder „schwer realisierbar” eingestuft. Als „Ausführungsvariante” wurde eine Variante skizziert, die nicht die Ziele einer angemessenen, zeitgemäßen Radverkehrsführung erreicht: Mischverkehr plus Servicelösung (Gehwege mit „Radfahrer frei“) kann nicht der Ergebnis einer teuren Umgestaltung der Straße sein!

Der Ausschuss vertritt die Auffassung, dass nur eine Markierungslösung für den Radverkehr im Maienweg das angestrebte Niveau von Sicherheit und Komfort -sowohl für den Rad- als auch für den Fußverkehr- bieten kann. Zudem sollen die Bäume erhalten und barrierefreie Fußwege hergestellt werden sowie Kfz-Stellplätze möglichst erhalten bleiben. Diesen Zielen am nächsten kommt die vorgestellte Variante 2 (Kostenschätzung 380.000€). Die Einschätzung des planenden Büros, dass diese Variante „nicht realisierbar” sei, sollte noch einmal kritisch hinterfragt werden. Den Antragstellenden scheint es möglich, auf Basis von Variante 2 zwar nicht zu einer rundum zufriedenstellenden Lösung zu kommen, aber zum bestmöglichen Kompromiss zwischen den verschiedenen Anforderungen an den Straßenraum.

 


Petitum/Beschluss:

Der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz möge daher beschließen:

Das Bezirksamt wird gebeten, folgende Modifikationen an der vorgestellten Variante 2 für den Maienweg zwischen Am Hasenberge und Ratsmühlendamm zu prüfen:

  1. Statt des in der Variante 2 vorgesehenen Schutzstreifen an der Westseite des Maienwegs genau wie an der Ostseite Markierung eines Radfahrstreifens. Der Platz dafür soll durch die Verschiebung des Sicherheitstrennstreifens (zwischen Parkständen und Streifen) in die Nebenfläche gewonnen werden.
  2. Einrichtung der Kfz-Stellplätze zwischen den Bäumen auf der Ostseite; Sicherheitstrennstreifen ebenfalls auf den Nebenflächen.
  3. Rückbau der vorhandenen Hochbordradwege im nördlichen Kreuzungsbereich (Ratsmühlendamm); Fahrbahnverbreiterung um die entsprechende Fläche und Einrichtung von Radfahrstreifen; dadurch direkte Durchbindung der im Kreuzungsbereich vorhandenen Streifen („Berliner Lösung”) in den Maienweg.
  4. Weitestmögliche Verkürzung des dreistreifig ausgebauten Abschnitts des Maienwegs (Querschnitt B in der Planung); Ziel ist die Minimierung vom Baumfällungen.
  5. Einrichtung eines mindestens 1,80 m breiten und somit barrierefreien Gehweges auf der Ostseite. Im Bereich der Baumscheiben wird die Gehwegbreite jeweils auf ein Mindestmaß reduziert.
  6. Die nächste Vorstellung einer entsprechend konkretisierten Planung erfolgt im zuständigen Regionalausschuss.

 

Thorsten Schmidt

Christoph Reiffert

und GRÜNE Fraktion

 


Anlage/n:

Präsentation Maienweg

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 160927_UVV_AN_GRUeNE_PraesentationMaienweg (3388 KB)