Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-3051  

 
 
Betreff: Langenhorner Chaussee:
Nördlichsten Abschnitt: fair und angemessen gestalten
Status:öffentlichDrucksache-Art:gemeinsamer Antrag
  Aktenzeichen:123.70-24
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel -
06.06.2016 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Die Langenhorner Chaussee im nördlichen Bereich zwischen Knoten Stockflethweg und Kreisel Ochsenzoll soll nach dem Willen der Verkehrsbehörde überplant werden. Entsprechende Planungsentwürfe in vier Varianten wurden am 25.04.2016 im Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel vorgestellt.

Alle vier Varianten wiesen Schwachstellen auf. Bei zwei der Varianten müssen teils über hundert Jahre alte Straßenbäume fallen; eine davon ist die ortsbildprägende Kastanie am Eingang des Schmuggelstieg.

Die beiden anderen Varianten sehen für den Radverkehr eine Führung auf dem Hochbord vor. Diese ist nach aktuellen Erkenntnissen der Unfallforschung für Radfahrende nicht so sicher wie Radfahrstreifen oder Schutzstreifen, da sie dort nicht im unmittelbaren Blickfeld des Kraftverkehrs auf der Fahrbahn sind. Zusätzlich sollen die Gehwege bei zumindest einer dieser Varianten schmaler sein als vorgeschrieben. Eines haben allerdings alle vier Varianten gemeinsam: Sie sichern bevorzugt dem motorisierten Verkehr mit einem insgesamt dreispurigen Ausbau großzügig Platz zu.

 

 

 

 

In einer früheren Stellungnahme (Drs. 20-1406, [1]). führte die Verkehrsbehörde aus, dass an der Langenhorner Chaussee eine Verbreiterung der Gehwegflächen vorgesehen sei sowie auf Grundlage des „Radwegechecks“ das Ziel verfolgt werde, auch den Belangen des Radverkehrs gleichberechtigt mit anderen Verkehrsarten gerecht zu werden. Hierbei solle besonders beachtet werden, dass mit einer Steigerung des Radverkehrs zu rechnen sei. Ziel sei es, für alle Verkehrsarten eine gleichermaßen sichere und bedarfsgerechte Lösung zu finden.

 

 

[1] sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1002838

 


Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund möge der Ausschuss vorbereitend für die Bezirksversammlung beschließen:

 

  1. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord lehnt die Pläne der Verkehrsbehörde ab, die Langenhorner Chaussee im nördlichen Bereich zwischen Stockflethweg und Kreisel Ochsenzoll (Norderstedt) dreispurig auszubauen.
  2. Das Vorsitzende Mitglied wird gebeten, sich bei der zuständigen Fachbehörde stattdessen für eine Überplanung der Langenhorner Chaussee in ihrer Gesamtheit einzusetzen, die dem Ziel einer größeren Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, auch diejenigen, die mit Rad oder zu Fuß unterwegs sind, gerecht wird. Die Pläne sollen dem zuständigen Regionalausschuss vorgestellt werden.
  3. Für die Langenhorner Chaussee, inklusive des genannten Teilstücks, soll die im Fuhlsbüttler Abschnitt der Alsterkrugchaussee gefundene Lösung des Rückbaus der bislang unecht vierspurigen Fahrbahn auf nur noch eine Spur je Fahrtrichtung mit beidseitigen separaten Radfahrstreifen Vorbild sein.

 

Für die SPD-Fraktion              Für die GRÜNE Fraktion

Jörg W. Lewin              Michael Werner-Boelz

Thomas Kegat              Carmen Wilckens

                            Thorsten Schmidt

 


Anlage/n:

 

Keine