Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-2400  

 
 
Betreff: Verkehrssituation in der Gellertstraße verbessern!
Stellungnahme des Bezirksamtes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:123.50-04
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raums   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude -
25.01.2016 
Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude hat sich in seiner Sitzung mit dem o.g. Thema auf Grundlage eines Antrages der DIE LINKE-Fraktion befasst und einstimmig die folgende Beschlussempfehlung verabschiedet:

 

Der Bezirksamtsleiter setzt sich dafür ein, dass die Verkehrssituation in der Gellertstraße  geprüft wird

> hinsichtlich des Einhaltens der Geschwindigkeitsbegrenzung und

> hinsichtlich der Radstreifenführung beim Abbiegen

mit dem Ziel, mögliche Verbesserungen herbeizuführen.

 

Begründung:

AnwohnerInnen in der Gellertstraße beschweren sich immer wieder  über zu schnelles Fahren. Denn das untere Teilstück der Gellertstraße, das in die Sierichstraße mündet, ist eine enge Nebenstraße  und darf nur mit 30 km/h befahren werden.  Besonders morgens benutzen viele AutofahrerInnen dieses Teilstück, da es eine Abkürzung von der Krugkoppelbrücke kommend in die Sierichstraße bildet. Dadurch ist diese Nebenstraße relativ stark befahren und  die Geschwindigkeitsbegrenzung wird oft nicht eingehalten.

Hinzu kommt, dass die Radfahrführung beim Einmünden in die Gellertstraße sehr unübersichtlich ist. Der Radfahrstreifen wird in zwei Richtungen weiter geführt: zum einen geradeaus weiter in die Gellertstraße, zum anderen links abbiegend in den Poelchaukamp. Dies hat des Öfteren zu Unfällen mit RadfahrerInnen geführt, da einige RadfahrerInnen beim Abbiegen weiter auf der Straße fahren, andere den Radstreifen benutzen und von AutofahrerInnen leicht übersehen werden können.

 

Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung einstimmig.

 

 

Die Polizei Hamburg hat dem Bezirksamt hierzu folgende Stellungnahme übersandt:

 

Die Verkehrsdirektion 5 als Zentrale Straßenverkehrsbehörde nimmt im Einvernehmen mit der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariats 33 und der Grundsatzabteilung Verkehr, DPV 022, wie folgt Stellung:

 

 

Zu Punkt 1 – Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung

 

Hierzu teilt die DPV 022 mit, dass bezogen auf Geschwindigkeitsverstöße die Gellertstraße unauffällig ist.

Der bisherige -subjektive- Eindruck durch ortskundige Beamte des Polizeikommissariats 33  konnte die genannte Beschwerdelage nicht nachvollziehen.

In der Zeit vom 17.11.2015 – 23.11.2015 wurde eine Tempo-Sys Geschwindigkeitsprofilmessung in beide Richtungen durchgeführt.

Dabei wurden 9189 Fahrzeuge gemessen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 25 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit (ein Vorkommnis) wurde mit < 80 km/h gemessen.

In einer zweiten Messung vom 23.11.-28.11.2015 wurden 8393 Fahrzeuge gemessen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit belief sich auf 23 km/h. Hier wurde die Spitzengeschwindigkeit mit < 65km/h (ein Vorkommnis) gemessen.

 

Insgesamt ist festzustellen, dass das Geschwindigkeitsniveau als unauffällig zu betrachten ist.

 

Zu Punkt 2 – Radstreifenführung im Einmündungsbereich Poelchaukamp

 

In dem genannten Einmündungsbereich besteht eine Häufung von Verkehrsunfällen einbiegender bzw. kreuzender Kraftfahrzeuge mit beteiligten Radfahrern, die vom westlichen Zweig der Gellertstraße kommend nach links in den Poelchaukamp der abknickenden Vorfahrt folgten. In allen Fällen wurde deren Vorfahrt von aus dem östlichen Zweig der Gellertstraße kommenden Pkw-Führern missachtet. In allen Fällen wollten die Pkw-Führer weiter (nach links) in die Gellertstraße fahren. Im Jahr 2015 wurden vier weitere Verkehrsunfälle gleichen Ablaufs registriert. Ursächlich könnte sein, dass in östlicher Fahrtrichtung der Radfahrstreifen im Bereich der abknickenden Vorfahrt nicht unmittelbar neben der Fahrbahn weitergeführt wird.

Statt dessen führt er weiter geradeaus und abbiegende Radfahrer biegen dann nach einem kurzen Stück Radweg über eine Verkehrsinsel und erst dann über die einmündende Fahrbahn des östlichen Zweiges der Gellertstraße.

Diese Führung kann bei den Verkehrsteilnehmern, die aus dem östlichen Zweig kommen, den Eindruck erwecken, dass die Radfahrenden nicht in den Poelchaukamp, sondern weiter im Verlauf der Gellertstraße fahren wollten. Hinzu kommt, dass der Radweg für Pkw-Führer durch die Führung weiter außerhalb des Blickfeldes liegt. In einigen Fällen folgten die Radfahrer der abknickenden Vorfahrt aber auch auf der Fahrbahn.


Es empfielt sich, den Radweg in Richtung Poelchaukamp neben die Fahrbahn zu verlegen (Radfahrstreifen), auf jeden Fall aber diesen auffälliger zu gestalten (Rotfärbung).

 

Seitens der Straßenverkehrsbehörde wird das Erfordernis eines Umbaus des Knotens gesehen.

 

Gemäß einer Absprache mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord (MR) soll die Planungs-/ Baumaßnahme in das bezirkliche Straßenbauprogramm 2015/16 aufgenommen werden.

 

 

 

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

Harald Rösler

 

 


Anlage/n:

 

Keine