Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-1929  

 
 
Betreff: Anbindung Groß Borstels an den ÖPNV verbessern
Gemeinsamer Alternativantrag zu Drs. 20-1920 von SPD- und GRÜNE-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:gemeinsamer Antrag
  Aktenzeichen:123.30-04/0004
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung -
10.09.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 3. September 2015 wurden den Ausschussmitgliedern die bereits zuvor öffentlich vorgestellten Pläne der Hochbahn zur Streckenführung der geplanten neuen U-Bahnlinie 5 präsentiert. Der erste Streckenabschnitt soll demnach über Bramfeld, Steilshoop und Barmbek-Nord zur U-Bahn-Haltestelle Sengelmannstraße führen. Geplant ist, dass die Linie U5 dann über den Stadtpark, die Innenstadt und den Siemersplatz zum Osdorfer Born führen soll.

Im Rahmen der Debatte im  Ausschuss wurde von Seiten einzelner Ausschussmitglieder eine Anbindung Groß Borstels an das U-Bahn-Netz gefordert. Nach Auskunft des Vertreters der Hochbahn müsste sich aber solch eine Investition wirtschaftlich darstellen lassen. Auch von der Linienführung (ober- oder unterirdisch) sowie der Bauweise (offen oder nicht) her müsste sie in das umliegende Stadtgefüge passen. Bei allen drei Aspekten sind im Bezug auf den Stadtteil Groß Borstel große Schwierigkeiten zu erwarten.

Unabhängig davon ist aber allen bewusst, dass Groß Borstel mit seinen rund 8.000 Einwohnerinnen und Einwohnern unzureichend in das bestehende Netz des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) integriert ist. Groß Borstel ist als einziger Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord nicht an ein schienengebundenes ÖPNV-System angebunden. Insbesondere in den Abendstunden ist das Angebot an Busverbindungen wenig attraktiv.

Mit dem geplanten Bau von zusätzlichen 750 Wohneinheiten im Baugebiet Groß Borstel 25 (Tarpenbek Ufer) wird in den kommenden Jahren auch die Einwohnerschaft Groß Borstels erheblich steigen. Das wird Auswirkungen haben müssen auf das Angebot des HVV, da  deutlich mehr Menschen Groß Borstel erreichen bzw. von dort in die Innenstadt gelangen wollen. Vor diesem Hintergrund scheint es notwendig, ein kluges Konzept für eine bessere Erschließung Groß Borstels mit dem ÖPNV zu erstellen, das auch finanziell tragbar ist.

 


Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

  1. Die Bezirksversammlung begrüßt die Planungen des Senats zum Bau der neuen U-Bahnlinie U5 und die damit verbundene Verbesserung der Schienenverkehrs-Anbindung der im Bezirk Hamburg-Nord liegenden Stadtteile Barmbek-Nord, Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde.
  2. Die Bezirksversammlung fordert das Vorsitzende Mitglied auf, sich beim Senat bzw. der Hochbahn dafür einzusetzen, dass ein Konzept zur besseren Erschließung Groß Borstels mit dem ÖPNV entwickelt wird. Dabei soll insbesondere die Realisierung des Bebauungsplangebietes Groß Borstel 25 Berücksichtigung finden.

 

 

r die SPD-Fraktion:Thomas Domres, Jörg W. Lewin

r die GRÜNE Fraktion:Michael Werner-Boelz, Thorsten Schmidt

 


Anlage/n:

 

Keine