Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-1920  

 
 
Betreff: Langfristige Weiterentwicklung des U-Bahn-Netzes
Antrag der FDP-Gruppe
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:123.30-04/0004
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung -
10.09.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation hat im Juli 2015 einen Senatsdrucksachen-entwurf in die Abstimmung gegeben, der sich mit dem Ausbau des Hamburger U-Bahn-Netzes befasst. Am 3. September 2015 wurden die Planungen im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Neben den Bezirk Hamburg-Nord nicht berührenden Planungen ist dabei unter anderem auch der Bau einer Linie U5 von Bramfeld  zum Osdorfer Born vorgesehen, deren Streckenführung sich im Bereich des Bezirks Hamburg-Nord weitgehend an den Planungen für eine derartige Linie aus früheren Jahrzehnten orientiert. Im Falle einer Realisierung würde diese Linie die Stadtteile Barmbek-Nord, Winterhude (incl. City Nord), Uhlenhorst und Hohenfelde besser erschließen. Insbesondere für den Westteil von Winterhude und Uhlenhorst würde sich die Anbindung an das Schnellbahnnetz deutlich verbessern.

Die Planung greift jedoch in einem entscheidenden Punkt deutlich zu kurz, weil sie die Schaffung einer Ost-West-Querverbindung nördlich der Ringlinie U3 vermissen lässt, obwohl eine solche Querung zu einer erheblichen Attraktivitätssteigerung des Schnellbahnnetzes führen würde. Im Falle der Realisierung der Nordvariante der U5 vom Siemersplatz über die Arenen nach Osdorfer Born würde es sich anbieten, eine solche Querverbindung dadurch zu schaffen, dass eine Strecke nördlich der Haltestelle Lattenkamp aus der U1 ausgefädelt wird und sich in der Haltestelle Siemersplatz mit der geplanten Linie U5 vereinigt. Eine solche Verbindungsstrecke hätte mehrere Vorteile: Die City Nord wäre ohne den Umweg über die Innenstadt aus den westlichen Stadtteilen (z.B. Osdorfer Born, Lurup, Stellingen) ebenso  schnell und bequem zu erreichen, wie die Sporthalle Hamburg in Alsterdorf. Umgekehrt könnten die Arenen im Volkspark ohne Umsteigenotwenigkeit problemlos aus Bramfeld, Steilshoop und Barmbek-Nord angefahren werden. Zudem wäre es bei entsprechender Streckenführung möglich, auch eine Haltestelle in Groß Borstel zu schaffen, um auch diesen Stadtteil endlich an das Schnellbahnnetz anzubinden. Eine derartig attraktive Verbindung würde den Umstieg vom PKW zum ÖPNV befördern und in den Hauptverkehrszeiten und vor und nach Veranstaltungen in den Arenen und der Sporthalle insbesondere den hoch belasteten Ring 2, der im Bezirk Hamburg-Nord durch dichtbebaute Wohngebiete führt, deutlich entlasten. Auf Nachfrage im Stadtentwicklungsausschuss wurde mitgeteilt, dass eine solche Verbindungsstrecke bisher nicht geprüft wurde.

 


Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

1)      Die Bezirksversammlung begrüßt die Planungen des Senats zum Bau der neuen U-Bahnlinie U5 und die damit verbundenen Verbesserungen der schienenverkehrlichen Anbindung der Stadtteile Barmbek-Nord, Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde.

2)      Die Bezirksversammlung fordert den Bezirksamtsleiter auf, sich beim Senat dafür einzusetzen, dass zusätzlich zu den bisher vorliegenden Planungen auch die Schaffung einer Verbindungsstrecke geprüft wird, die nördlich der Haltestelle Lattenkamp aus der U1 ausfädelt und in der geplanten Haltestelle Siemersplatz mit der U5 vereinigt wird und einen Haltepunkt im Bereich des Stadtteils Groß Borstel erhält.

 

 

FDP-Gruppe

Claus-Joachim DickowRalf Lindenberg

 


Anlage/n:

 

Keine