Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-1718  

 
 
Betreff: Öffentlich zugängliche Defibrillatoren im Bezirk Hamburg-Nord
Große Anfrage Nr. 05/2015 von Herrn Dr. Schott, Herrn Bohlen, Herrn P. Kroll und Fraktion; CDU
Status:öffentlichDrucksache-Art:Große Anfrage nach § 24 BezVG
Verfasser:von Herrn Dr. Schott, Herrn Bohlen und Herrn P. Kroll und Fraktion, CDUAktenzeichen:123.30-11
Federführend:Interner Service Beteiligt:Fachamt Gesundheit
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung -
10.09.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Im Kampf gegen den Herzstillstand sind in Hamburg Standorte für Automatische Externe Defibrillatoren (AED) eingerichtet worden. Sie können lebensrettend für die Betroffenen sein, da schnelle und adäquate Hilfe vor Ort geleistet werden kann. Die Handhabung der Defibrillatoren bedarf keinerlei medizinischer Fachkenntnis und soll von jedermann ausgeübt werden können. Nebst den Defibrillatoren in Dienststellen des Bezirksamtes und anderer Behörden der Freien und Hansestadt Hamburg gibt es im Bezirk Hamburg-Nord auch an vielen anderen öffentlich zugänglichen Stellen Defibrillatoren, u.a. auch im Bereich von Supermärkten, Flughäfen, Büros usw.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter:

 

  1. Wo genau im Bezirk Hamburg-Nord befinden sich seit wann wie viele öffentliche Standorte mit AED in Dienststellen und Gebäuden der Freien und Hansestadt Hamburg, z.B. u.a. auch in Schulen, Büros usw.?

(Bitte die Ortsangaben unter Benennung der Dienststelle, Adresse und genauem Standort des AED.)

 

Das Bezirksamt Hamburg-Nord kann hier nur für die Dienststellen des Bezirksamtes antworten:

Im Gesundheitshaus, Eppendorfer Landstraße 59, 20249 Hamburg, befindet sich seit 2008 ein AED im zweiten Stockwerk im Untersuchungsraum des Gutachterwesens. Im Bezirksamtsgebäude Kümmellstr. 7, 20249 Hamburg, Rezeption, sowie in den Kundenzentren des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Lenhartzstr. 28;

Fuhlsbüttel, Hummelsbütteler Landstr. 46

und Barmbek, Poppenhusenstr. 6 befindet sich jeweils an der Rezeption ein AED.

Des Weiteren befindet sich ein AED  im Technischen Rathaus, Kümmellstr. 6, an der Rezeption.

 

  1. Welche und wie viele der in der Antwort zu Ziffer 1 genannten AED sind für die Öffentlichkeit zugänglich?

 

Während der Bedienzeiten alle. 

 

  1. Wird und wenn ja, wie wird auf die in den Antworten zu Ziffer 1 + 2 genannten AED aufmerksam gemacht?

 

In den Flucht- und Rettungsplänen der jeweiligen Gebäude werden die Standorte in Form eines Piktogramms ausgewiesen. Die Geräte selbst werden an ihren Standorten leicht erkennbar präsentiert.

 

  1. Gibt es Werbemaßnahmen oder Hinweise (z.B. Broschüren), die den Bürgerinnen und Bürgern die Einfachheit der AED-Benutzung aufzeigen und die zur sachgemäßen Benutzung animieren sollen?

 

Die in den Bereichen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Umgang mit den AED eingewiesen.

 

  1. Wie sind die in der Antwort zu Ziffer 1 genannten AED an den jeweiligen Standorten installiert? (z.B. beim Hausmeister unter Verschluss, öffentlich zugänglich, oder in verschlossenen Kästen mit einschlagbarer Glasscheibe?

 

Der AED im Gesundheitshaus befindet sich in einem markierten Unterschrank der Arbeitszeile im Beratungszentrum. Bei den Rezeptionen an den anderen Standorten befinden sich entsprechende transparente Schränke für die Aufbewahrung der AEDs.

 

  1. Aus der Antwort zu Ziffer 6 der Kleinen Anfrage 92/2010 ist ersichtlich, dass der Einsatz der AED im Bezirk Hamburg-Nord dokumentiert wird.

Wie oft, wo und wann kam seit 2010 welcher der in der Antwort zu Ziffer 1 genannten AED zum Einsatz?

 

Keiner der AEDs kam seit 2010 zum Einsatz.

 

  1. In welcher Höhe belaufen sich die jährlichen Wartungskosten für die AED im Bezirk Hamburg-Nord?

 

Wartung 140,00 € netto + Batterien 82,00 €( auszuwechseln nach  5 Jahren).

 

  1. Um welche Geräte handelt es sich bei den in der Antwort zu Ziffer 1 genannten AED?

 

Es handelt sich bei allen genannten AEDs um den AED 10 der Firma Welsh Allyn.

 

  1. Gibt es eine Übersicht aller im Bezirk Hamburg-Nord öffentlichen und öffentlich zugänglichen AED (z.B. auch AED in Gebäuden der Deutschen Bahn, in Schwimmbädern oder z.B. in Supermärkten etc.)?

Wenn ja, wie sieht diese aus und welche Angaben sind enthalten?

(Bitte die Übersicht als Anlage zur Antwort geben.)

 

Nein bzw. dem Bezirksamt nicht bekannt.

 

 

 

 

 

  1. Sind die Standorte der in der Antwort zu Ziffer 1 genannten AED der Berufsfeuerwehr Hamburg und der Zentrale für Krankenbeförderung und Notfallservice (ZKN) der Hilfsorganisationen mitgeteilt worden, sodass Notrufende ggf. auf sich in der Nähe befindliche AED hingewiesen werden können?

Wenn nein, warum nicht?

 

Nein. Die Zweckmäßigkeit dieser Datenübermittlung ist nicht unumstritten. Bei einem Notruf muss sichergestellt sein, dass der in Notlage befindliche Mensch nicht allein gelassen wird. Die genannten AEDs sind, wie ausgeführt, für die Öffentlichkeit nur während der (unterschiedlichen bzw. wechselnden) Bedienzeiten zugänglich. Die Feuerwehr ist bestrebt, innerhalb von fünf Minuten am Einsatzort zu sein. Alle Rettungsfahrzeuge sind mit AED ausgerüstet und das Personal in die Bedienung routiniert. Das Bezirksamt hält die AED primär für die eigenen Besucher und die Mitarbeiterschaft vor. 

 

 


       24.07.2015

 

Harald Rösler

 


Anlage/n:

 

Keine