Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-1602  

 
 
Betreff: Entwurf einer Stellungnahme des Regionalausschusses FuLA zur Stellungnahme der BWVI "Barrierefreie Umgestaltung des U-Bahnhofs Ochsenzoll"
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
  Aktenzeichen:123.70-24
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel -
15.06.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel vertagt   
06.07.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel vertagt   
14.09.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel vertagt   
05.10.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Es ist für den Regionalausschuss schwer nachvollziehbar, warum der Fahrstuhl nicht auf der anderen Seite der Langenhorner Chaussee realisiert wurde, was einerseits die Wahrscheinlichkeit einen Durchgangsfahrstuhl installieren zu können erhöhte und andererseits der Tatsache gerecht würde, dass von der Seite aus mehrere Buslinien zu erreichen sind. Auch der Vertreter der Hamburger Hochbahn AG, Herr Uphoff, konnte nicht ausreichend darlegen, warum der Fahrstuhl auf der östlichen Seite der Langenhorner Chaussee umgesetzt wurde, anstatt auf der westlichen.

 

Ferner wird in der Stellungnahme der BWVI behauptet, dass die vorgestellte „sung“ das Ergebnis eines intensiven Abstimmungsprozesses sei, zu versuchen, die örtlichen Gegebenheiten sowie die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Fahrgäste bestmöglich zu vereinbaren. Der Regionalausschuss ist der Auffassung, dass eine intensive Abstimmung die Bedürfnisse vor Ort ermittelt. Genau das ist vor der Planung des Aufzuges nicht geschehen.

 

Dass die HOCHBAHN behauptet, ihr seien Probleme mit Übereckaufzüge nicht bekannt, kann spätestens seit der Regionalausschusssitzung vom 09.02.2015 nicht mehr der Wahrheit entsprechen, denn dort wurden in Gegenwart von Herrn Uphoff eben genau diese Probleme eindrucksvoll geschildert. Gerade Menschen mit mehrfachen Behinderungen, die auf einen elektronischen Rollstuhl angewiesen sind, insbesondere wenn Einschränkungen in der Feinmotorik hinzukommen, reicht die Breite von 1,40m x 2,10m nicht aus.

 

Gesellschaftliche Aufgabe ist es, allen Menschen das Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu ermöglichen. Offenkundig reichen die zurzeit gültigen Mindeststandards bei weitem nicht aus. Selbst eine Übererfüllung der Standards stellt keine Garantie dar, dass alle Menschen einen Fahrstuhl nutzen können. Es ist Aufgabe der Hamburger Hochbahn AG sicherzustellen, dass nicht lediglich die Mindeststandards erfüllt oder gar ein wenig übererfüllt werden, sondern allen Menschen die Nutzung des ÖPNV-Angebots erglicht wird.

 

Der Regionalausschuss ist der Auffassung, dass bei nächster Gelegenheit am Bahnhof Ochsenzoll nachzubessern ist.

 


Petitum/Beschluss:

 

Der Vorsitzende des Regionalausschusses FuLA wird gebeten, folgende Stellungnahme im Namen des Ausschusses an die BWVI sowie an die Hamburger Hochbahn AG zu senden.

 

 

r die Fraktion DIE LINKE: Rachid Messaoudi

 

 


Anlage/n:

Keine