Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-0892  

 
 
Betreff: Wiesendamm-Planungen weiter optimieren
Stellungnahme des Bezirksamts (aktualisiert Stand 26.01.2015)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:123.70-14
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raums   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude -
23.02.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Erläuterungsbericht-VII  
Karte  
Karte  

Sachverhalt:

Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude hat sich in seiner Sitzung am 08.09.2014 mit dem o.g. Thema auf Grundlage eines Antrages der GRÜNE- und SPD-Fraktion befasst und einstimmig die folgende Beschlussempfehlung verabschiedet (auf Grund der Eilbedürftigkeit wegen Vorarbeiten und Baubeginn noch in 2014 für die Bezirksversammlung):

 

„Das Bezirksamt überprüft die Verkehrsplanung für den Wiesendamm in den folgenden Punkten:

 

  1. Es wird geprüft, wie das Zuparken der Radwegableitungen auf der Nordseite durch Kfz mit baulichen Maßnahmen verhindert werden kann.

 

  1. Es wird geprüft, ob in den Lücken in der Mittelinsel durch weiße Fahrbahnmarkierungen das Rechtsfahrgebot deutlich gemacht werden kann.

 

  1. Die Anzahl von fünf geplanten Fußgängerquerungen wird reduziert. Die verbleibenden Querungen werden von ihrer Position her optimiert.

 

  1. Es wird geprüft, ob es möglich ist, den Bestandsradweg auf der Südseite zwischen Höhe Groothoffgasse und Saarlandstraße aufzuheben.

 

Zur Vorstellung des Prüfergebnisses sind die betroffenen Bürger einzuladen.“

 

Begründung:

Die am 8. September 2014 im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude vorgestellte Planung löst bereits viele der aktuellen Verkehrsprobleme auf dem Wiesendamm. Insbesondere die Sicherheit der Radfahrenden (Radfahrstreifen) wie auch die von Fußgängerinnen und Fußgängern (Querungshilfen) wird deutlich erhöht. In einigen kleineren Punkten sehen unsere Fraktionen aber noch Verbesserungspotenzial.

 

• Schulkinder, die mit dem Fahrrad aus Richtung Saarlandstraße kommend zur Schule an der Meerweinstraße gelangen wollen, werden sicherlich zumeist den Bestandsradweg auf der Nordseite des Wiesendammes nutzen. Dieser verfügt auf Höhe Meerweinstraße und auf Höhe Hauersweg (Hintereingang der Schule) sowie auf Höhe aller anderen von Süden einmündenden Straßen über eine Ableitung vom Radweg auf die Fahrbahn, um den Radfahrenden das Linksabbiegen zu ermöglichen. Leider sind die vorhandenen Ableitungen kaum nutzbar, da sie in der Regel von Kfz ordnungswidrig zugeparkt werden (vgl. Drs. XX-3228). Aufgrund der geringen Personalkapazität ist es der Polizei nicht möglich, die Ableitungen durch Kontrollmaßnahmen frei zu halten. Daher sollten hier bauliche Maßnahmen ergriffen werden.

 

• Nachdem es den links abbiegenden Kindern gelungen ist, die nördliche Fahrbahn des Wiesendammes zu überqueren, stehen sie mit ihren Rädern auf der rechten Seite in einer der Lücken in der Mittelinsel. Oftmals müssen sie hier warten, bis sich zur Querung der südlichen Fahrbahn des Wiesendammes eine Gelegenheit ergibt. Die Fläche, auf der sie hier stehen, wird aber auch von motorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern genutzt: Fahrzeuge, die auf die Nordseite des Wiesendammes gelangen möchten, ignorieren oftmals das Rechtsfahrgebot in der Lücke der Mittelinsel. Dadurch gefährden sie dort Wartende, gerade auch, da auf der Mittelinsel an einigen Stellen Bäume die Sicht blockieren (vgl. auch hier Drs. XX-3228). Markierungen auf der Fahrbahn, die den Bereich in der Mittelinsel in eine rechte und eine links Fahrbahn teilen, scheinen daher sinnvoll. Für die Abbiegenden könnte dort auch jeweils eine Haltelinie platziert werden.

 

• Grundsätzlich sehen wir eine große Zahl von Fußgängerquerungshilfen positiv. Im Falle des Wiesendammes gibt es auf der Nordseite der Straße zwischen der U-Bahnstation Saarlandstraße  und der Brücke über den Goldbekkanal jedoch kaum Ziele und Quellen für Fußgängerverkehr (lediglich Kleingärten und ein Kfz-Händler sind dort ansässig). Daher halten wir hier eine geringere Zahl von Fußgängerquerungen für ausreichend, was gleichzeitig Kosten sparen dürfte.

 

• In der vorliegenden Planung ist vorgesehen, den Bestandsradweg auf der Südseite des östlichen Endes des Wiesendammes zwischen Höhe Groothoffgasse und Saarlandstraße zu belassen bzw. eine Aufleitung herzustellen. In der vorhergehenden dritten Planung für den Wiesendamm war dies noch nicht vorgesehen. Da es für alle gerade in Kreuzungsbereichen sicherer ist, mit dem Rad auf der Fahrbahn zu fahren, sollte hier auf die Aufleitung verzichtet werden. Der Bestandsradweg zwischen Groothoffgasse und Saarlandstraße sollte aufgehoben und zurückgebaut werden.

 

Die Bezirksversammlung folgt der Beschlussempfehlung einstimmig.

 

Das Bezirksamt hat inzwischen die Punkte geprüft und die Planung soweit möglich

geändert. Die Einzelheiten der Prüfergebnisse werden wie folgt erläutert:

 

Zu 1:

Das Zuparken der Radwegableitungen auf der Nordseite durch Kraftfahrzeugen wird im Einndungsbereich Semperstraße und Stammannstraße durch die Vergrößerung der Baumscheiben verhindert.

 

Zu 2:

Die Radwegableitungen auf der Nordseite im Bereich der Einmündungen Neckelmannstraße, Meerweinstraße und Hauersweg werden abgeschafft. Die Fußnger und Radfahrer  sollen zum Überqueren der nördlichen und südlichen Fahrbahnen  künftig  3 bauliche Querungen als kombinierte Querungen  nutzen. Somit werden die Möglichkeiten für eine Sichere Überquerung der Fahrbahn insbesondere für Schulkinder geschaffen. Eine Markierung der Fahrbahn in den Lücken in der Mittelinsel zur Verdeutlichung des Rechtsfahrgebotes ist daher nicht erforderlich. Außerdem ist diese nicht realisierbar.

 

Zu 3:

Die Anzahl der geplanten Fußngerquerungen  wurde von fünf auf drei reduziert.  

Um die Umbaukosten möglich gering zu halten, wurden bei der Auswahl der Lage der jeweiligen Querungshilfe  nicht nur die höchstwahrscheinlichen viel frequentierten Querungsbereichen  sondern auch die Standorte der vorhandenen Straßen-beleuchtungen und Straßenentwässerungsabläufe berücksichtigt.

 

Zu 4:

Die Aufhebung des Bestandsradwegs vor dem Kreuzungsbereich Wiesen-damm/Saarlandstraße ist ohne Umbau der südlichen Nebenfläche (teils auch als Fahrbahn herzustellen) im Bereich von Groothoffgasse bis Saarlandstraße,  sowie Reduzierung einer Fahrspur zu Gunsten des Radfahrstreifens nicht möglich. Für den Umbau dieses Bereiches werden zusätzlich Kassenmittel in Höhe von ca. 60.000,-  bis 80.000,- €  benötigt.

 

Das Bezirksamt beabsichtigt,  die erneuert geänderte Planung dem Regionalausschuss

Eppendorf-Winterhude vorzustellen. Die Einzelheiten über die Baumaßnahme werden

dem Ausschuss in der Sitzung anhand der Planung erläutert. Außerdem ist ein Erläuterungsbericht als Anlage zu dieser Drucksache beigefügt.

 


Petitum/Beschluss:

 

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

 

Harald Rösler

 


Anlage/n:

 

Erläuterungsbericht Stand 31.10.2014

2 Karten Stand 26.01.2015 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Erläuterungsbericht-VII (54 KB)      
Anlage 2 2 Karte (922 KB)      
Anlage 3 3 Karte (900 KB)