Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-0890  

 
 
Betreff: Innovatives Straßenbeleuchtungssystem in der Röntgenstraße
Antrag der CDU-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:123.70-24
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel -
09.02.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Groß Borstel zurückgezogen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Straßenbeleuchtungen gehören zu den wichtigsten Ressourcen einer Stadt, sie sorgen für sicherere Straßen und Wege, aber Straßenbeleuchtungen verursachen auch erhebliche Kohlendioxidemissionen und erhebliche Kosten für Betrieb und Wartung. Der Klimaschutz auf der einen Seite und die Notwendigkeit der Kosteneinsparung auf der anderen Seite machen langfristig Straßenbeleuchtungssysteme, die den Elektrizitätsverbrauch, Kosten und Kohlendioxidemissionen reduzieren erforderlich. Innovative Straßenbeleuchtungssysteme mit einer bedarfsgerechten Steuerung sparen Strom, Kosten und entlasten die Umwelt. Ein weitere positiver Effekt ist, dass die sogenannte Lichtverschmutzung, die verstärkt in großen Städten zum Thema wird und sich negativ auf Pflanzen und Tierwelt sowie auf den menschlichen Organismus auswirkt, durch diese neuartigen Beleuchtungssysteme gemildert wird, hier profitieren insbesondere Vögel und nachtaktive Tiere.

Bei der bedarfsgerechten neuartigen Lichtsteuerung sind die Leuchten mit Sensoren ausgestattet und miteinander vernetzt. Solange niemand die Straße bzw. den Weg benutzt ist das Licht gedimmt, erfassen die Sensoren jedoch die Bewegung eines Autos, Radfahrers oder Fußgängers, wird die Beleuchtung auf ihre volle Leistung hochgefahren. Die Vernetzung der Leuchten untereinander sorgt dafür, dass sich der Verkehrsteilnehmer immer auf einer vor ihm liegenden Lichtspur bewegt, welche nur dort die volle Beleuchtungsstärke bietet, wo sie tatsächlich gebraucht wird, dabei wird das Auf- und Abblenden so gesteuert, dass es für das menschliche Auge angenehm ist. Falls länger als eine Minute kein weiterer Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer von den Sensoren erfasst wird, wird die Beleuchtung wieder gedimmt. Dabei ist auch im gedimmten Zustand eine ausreichende Beleuchtung für die Orientierung der Verkehrsteilnehmer sichergestellt.

Der Sparzwang sollte nicht dazu führen, dass neue umweltschonende Techniken nicht eingesetzt werden und es den künftigen Generationen überlassen wird, die Probleme zu lösen. Die Röntgenstraße zwischen Alsterkrugchaussee und der Einmündung Suhrenkamp bietet sich an um mit einer bedarfsgerechten Lichtsteuerung gestartet zu werden. Da an der Röntgenstraße die neue Philips-Zentrale für Deutschland, Österreich und die Schweiz in naher Zukunft entsteht und somit ein traditionsreiches Unternehmen in Hamburg am ursprünglichen Standort der Firma C.H.F. Müller seine Aktivitäten bündelt, könnte auch der Philips Fachbereich Lighting als Kooperationspartner im Rahmen einer Public-Private-Partnership (kurz: PPP) Zusammenarbeit mit eingebunden werden.

 


Petitum/Beschluss:

 

Vor diesem Hintergrund beantragt die CDU-Fraktion, der Regionalausschuss möge beschließen:

 

  1. Die Verwaltung möge prüfen, ob in der Röntgenstraße ein Pilotprojekt gestartet werden kann um hier eine bedarfsgerechte, sensorgesteuerte Straßenbeleuchtung zu installieren.
     
  2. Der Bezirksamtsleiter möge Kontakt mit dem  Philips Fachbereich Lighting aufnehmen und Gespräche führen, wie im Rahmen einer Public-Private-Partnership (kurz: PPP) eine Zusammenarbeit erreicht werden kann.

 

 

Martina Lütjens                            Nizar Müller

 

 


Anlage/n:

 

Keine