Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Drucksache - 20-0864  

 
 
Betreff: Freie Fahrt fürs Fahrrad - Veloroute 6 fördern
Stellungnahme des Bezirksamtes
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:123.70-34
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg -
16.02.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Der Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg hat sich in seiner Sitzung am 24.11.2014 mit o.g. Thematik auf der Grundlage eines Antrages der Gruppe PIRATEN befasst und einstimmig folgende Beschlussempfehlung verabschiedet:

 

„Der Bezirksamtsleiter möge sich für die Prüfung der folgenden Punkte einsetzen:

 

  1. Die Veloroute 6 wird bei der Querung über die Friedrichsberger Straße vorfahrtsberechtigt.

 

  1. Die Veloroute 6 wird bei der Querung über die Richardstraße vorfahrtsberechtigt. Die

Aufpollerung wird entfernt.

 

  1. Die Veloroute 6 wird bei der Querung über die Wagnerstraße vorfahrtsberechtigt. Die

Aufpollerung wird entfernt.

 

  1. Am Lerchenfeld wird als Unterstützung eine zusätzliche Ampel für den Rad- und Fußgängerverkehr installiert, die auf die Ampel an der Kreuzung Lerchenfeld/Eilenau abgestimmt ist."

 

Begründung:

In der kostenlosen Ausgabe des Hamburger Abendblatts vom 19.7. für Hamburg-Nord stand zu

lesen, dass unter anderem die Straßen an der Alster zu Fahrradstraßen umgewidmet werden.

Dies geschieht aus dem Grund, dass immer mehr Hamburger auch für die Arbeitswege auf das

Fahrrad als zentrales Verkehrsmittel wechseln und die Wege rund um die Alster nutzen, um zur

Arbeit zu gelangen. Unter anderem Verkehrssenator Horch äußerte sich in dem Artikel so, dass

Hamburg den Trend der Zunahme des Radverkehrs unterstützen wolle. Dies ist ein absolut

begrüßenswertes Unterfangen, unter anderem auch weil sich das StadtRAD-System in

Hamburg konsequent steigender Beliebtheit erfreut.

Sozusagen eine "Schnellstraße" zur und von der Außenalster in Richtung Osten an der Grenze

von Barmbek-Süd entlang bildet die Veloroute 6. Von der S-Bahn-Station Friedrichsberg verläuft die Veloroute 6 als Fahrradweg im Eilbekpark bis zur Friedrichsberger Straße. Weiter Richtung Westen sind die Lortzingstraße, ein Teilstück der Von-Essen-Straße sowie die Uferstraße als Fahrradstraßen ausgewiesen. Uns erscheint es sinnvoll, in diesem Areal den Radverkehr

stärker zu fördern. Durch eine steigende Attraktivität der Veloroute 6 können weitere Menschen,

die häufig zwischen Innenstadt und Wandsbek bzw. Barmbek-Süd/Dulsberg pendeln, auf das

Fahrrad gelockt werden.

Die Veloroute 6 kreuzt auf ihrem Weg die Friedrichsberger Straße, die Richardstraße, die

Wagnerstraße und Lerchenfeld. Sowohl an der Richard- als auch der Wagnerstraße befinden

sich Aufpollerungen; an der Friedrichsberger Straße befindet sich eine Querungshilfe. Die

Straße Lerchenfeld ist eine vierspurige Hauptverkehrsstraße. Hier sollen querende Radfahrer

die Ampel an der parallel verlaufenden Straße Eilenau nutzen.

 

Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung einstimmig.

 

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation hat dem Bezirksamt hierzu folgende Stellungnahme übersandt:

 

Zu 1. und 2.:

Der Veloroutenverlauf  sowie deren Querungen über die Friedrichsberger Straße und Richardstraße liegen in Zuständigkeit des Bezirksamtes Hamburg-Nord. Die Fragestellung einer möglichen Vorfahrtsberechtigung der Veloroute 6 ist von dort zu beantworten.

 

Zu 3.:

Eine unsignalisierte vorfahrtsberechtigte Querung der Hauptverkehrsstraße Wagnerstraße mit einer werktäglichen Verkehrsbelastung von rund 17.000 Kfz und Buslinienverkehr ist aus verkehrssicherheitsrelevanten Gesichtspunkten nicht möglich.

 

Zu 4.:

Die Errichtung einer zusätzlichen Lichtsignalanlage (LSA) als Überquerungshilfe für Radfahrer Höhe Uferstraße/Immenhof, eine Sprunginsel als Querungshilfe, ein vorgezogener Haltebalken um 50 m vor die anschließend vorhandene LSA und eine Brückenunterführung mittels Rampen wurden überprüft und waren aus verkehrssicherheitsrelevanten sowie bautechnischen Gründen nach derzeitiger Einschätzung nicht möglich.

 

Zurzeit werden daher zwei Maßnahmen weiter verfolgt und geprüft:

 

  1. Schilder „Radfahrer kreuzen“ als kurzfristige Maßnahme

Aufstellen des Verkehrszeichen (VZ) 138 (Radfahrer kreuzen) inkl. VZ 1000-32 (Radfahrer kreuzen von rechts und links) als kurzfristige Maßnahme.

 

  1. Verlegung der Veloroute 6 auf Eilenau

Dazu wird geprüft, den Radverkehr in Richtung City per Fahrradwegweisung schon ab der Richardstraßenbrücke auf die südliche Kanalseite zu leiten, so dass die Überquerung der Straße Lerchenfeld - Wartenau an der vorhandenen LSA erfolgen kann. Für diese Wegeführung müssten in dem Bereich der Radweg ausgebaut  und die vorhandenen Parkplätze auf  die rechte Fahrspur verlegt werden.

 

 

 

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

Harald Rösler

 


Anlage/n:

Keine