Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Baumfällungen und Nachpflanzungen in Hamburg-Nord Antrag der FDP-Fraktion  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung - Bitte beachten Sie: Aufgrund der derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus sind ausschließlich Vertreter der Presse als Zuhörer zugelassen!!
TOP: Ö 6.6
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 10.09.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:01 Anlass: Sitzung
Raum: Sporthalle Hamburg
Ort: Krochmannstraße 55, 22297 Hamburg
21-1481 Baumfällungen und Nachpflanzungen in Hamburg-Nord
Antrag der FDP-Fraktion
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Frau Bruns erläutert, welche Bedeutung Straßenbäume für das Stadtklima hätten. Sie müssten deshalb geschützt und erhalten werden. Ziel sei es gewesen, bei notwendigen Straßenbaumfällungen, diese eins zu eins nachzupflanzen. In den letzten fünf Jahren seien aber 1.653 Bäume gefällt, aber nur 1.224 Bäume nachgepflanzt worden. Dies bedeute, dass ca. ein Viertel der Bäume nicht nachgepflanzt worden seien. Auch würden teilweise Bäume erst Jahre nach der Fällung nachgepflanzt. Die Zahlen des Bezirksamtes seien deshalb insgesamt nicht transparent. Es werde deshalb gefordert, zukünftig eine bessere Transparenz zu schaffen und regelmäßig zu informieren. Das Bezirksamt müsse aussagekräftige Zahlen liefern, so dass nachvollziehbar sei, wie viele Straßenbäume tatsächlich nicht nachgepflanzt worden sind. Diese Zahlen solle das Bezirksamt für die einzelnen Stadtteile getrennt liefern. Wichtig sei, dass auch die Bürgerinnen und Bürger diese Zahlen einsehen können.

 

Herr Reiffert macht nochmals deutlich, wie wichtig es sei Straßenbäume eins zu eins nachzupflanzen. Er kritisiert, dass der Antrag der FDP nicht alle Aspekte darstelle. So lägen die Zahlen für 2020 noch nicht vor. Die Zahlen der nachgepflanzten Bäume für 2020 seien deshalb noch nicht valide. Er macht zudem deutlich, dass es wohl nicht leistbar sei, jeden einzelnen Baum und dessen Nachpflanzung genau zu erfassen. Auch sei es nicht immer möglich die Nachpflanzung sofort vorzunehmen. Es müsse z.B. erst ein neuer Standort gesucht werden. Grundsätzlich müsse man die Nachpflanzungen transparent nachvollziehen können. Eine derartig kleinteilige Statistik halte er aber für schwierig.

 

Frau Dr. Sellenschlo stellt fest, man sei sich einig, dass die Nachpflanzungen eins zu eins notwendig seien. Jede Nachpflanzung müsse dabei auch nachvollziehbar sein. Sie merkt an, es sei zudem notwendig die Bäume entsprechend zu pflegen, um unnötige Fällungen zu vermeiden.

 

Herr Dähne bestätigt, dass man sich zu dem Ziel bekannt habe, alle Straßenbäume eins zu eins nachzupflanzen. Man müsse bei der Betrachtung des Zahlenmaterials zwischen Straßenbäumen und anderen Bäumen, wie z.B. Bäumen im Stadtpark unterscheiden. Man müsse diese Zahlen statistisch trennen, um keine falschen Schlüsse daraus zu ziehen. Man müsse deshalb den Antrag im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität beraten.

 

Auf Nachfrage von Frau Bruns, teilt Herr Werner-Boelz mit, Fragen zum Zahlenmaterial über die Bäume würden im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität vom zuständigen Fachamt beantwortet. Er macht deutlich, der Zeitpunkt der Fällung und der Nachpflanzung lägen zeitlich deutlich auseinander. Der Bezirk Hamburg-Nord sei in den letzten Jahren der einzige Bezirk gewesen, der eine Nachpflanzung eins zu eins konsequent umgesetzt habe.  

 

 

 

 


 

 


Die Bezirksversammlung überweist den Antrag in den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität.