Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Bebauungsplan-Entwurf Groß Borstel 31 (Petersenpark) Auswertung der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans vom 16.12.2019 - 20.01.2020 Beschlussempfehlung des Stadtentwicklungsausschusses   

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung - Bitte beachten Sie den geänderten Sitzungsort! Zudem sind wegen der derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus sind ausschließlich Vertreter der Presse als Zuhörer zugelassen!!
TOP: Ö 9.5
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 18.06.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:15 Anlass: Sitzung
Raum: Leichtathletikhalle Alsterdorf
Ort: Krochmannstraße 55, 22297 Hamburg
Zusatz: Youtube-Stream: https://www.youtube.com/watch?v=VUtgWuF3LOI
21-1232 Bebauungsplan-Entwurf Groß Borstel 31 (Petersenpark)
Auswertung der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans vom 16.12.2019 - 20.01.2020
Beschlussempfehlung des Stadtentwicklungsausschusses
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussempfehlung Ausschuss
  Aktenzeichen:123.30-04/0004
Federführend:Interner Service Beteiligt:D4 - Dezernat Wirtschaft Bauen und Umwelt
    Fachamt Gesundheit
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Wersich erinnert daran, dass Groß Borstels Einwohnerzahl sich um ca. 40 % erhöhen solle. Der Stadtteil sei von starken Verkehrsproblemen geprägt. Aus diesem Grund habe die CDU-Fraktion bereits vor zwei Jahren einen Antrag mit dem Titel „Groß Borstel als kleiner Stadtteil soll überproportional wachsen - aber nur, wenn auch die Infrastruktur mitwächst! Grundlagen für das B-Planverfahren Petersenpark“ eingebracht.

Mit dem vorliegenden Bebauungsplan werde die Grundlage für 400 weitere Wohneinheiten gelegt. Es sei zu hoffen, dass Groß Borstel in Zukunft verkehrlich besser angebunden werde und dass die Verkehrsinfrastruktur mit dem Stadtteil mitwachse.

 

Herr Dickow begrüßt die vorliegende Planung. Er schließt sich Herrn Wersich an, dass darauf geachtet werden müsse, dass die Infrastruktur entsprechend ausgebaut werde. Insbesondere müsse angesichts des Zuzugs von Familien auch darauf geachtet werden, ausreichend Schulen in der direkten Umgebung zur Verfügung zu stellen. Eine Entlastung der Borsteler Chaussee durch den Ausbau des Nedderfeldes sei notwendig. Dadurch würden die Menschen insgesamt entlastet. Weiterhin sei eine Schnellbahnanbindung, beispielsweise über die Güterumgehungsbahn notwendig.

 

Herr Werner-Boelz merkt an, dass es fraglich sei, ob der Ausbau des Nedderfeldes der Verkehrswende dienlich sei. Eine Lösung der verkehrlichen Probleme von Groß Borstel werde benötigt. Dazu gehöre eine verbesserte Taktung der Busverbindungen sowie eine Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs. Zumindest vor den sozialen Einrichtungen seien auch Temporeduzierungen sinnvoll, auch insgesamt solle der Durchgangsverkehr reduziert werden. Es sei erkannt worden, dass die soziale Infrastruktur mit der Einwohnerzahl des Stadtteils mitwachsen müsse. Beispielsweise seien Maßnahmen zur Aufnahme Groß Borstels in das RISE (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung) ergriffen worden, was kürzlich durch den Senat beschlossen worden sei. Dadurch werde die Entwicklung Groß Borstels in verschiedensten Bereichen gefördert.

 

Herr Domres erinnert daran, dass die Bezirksversammlung Hamburg-Nord in einem gleichlautenden Beschluss wie die Bezirksversammlung Eimsbüttel beschlossen habe, dass der Umbau des Nedderfeldes zum unmittelbaren Umbau der Knoten Siemersplatz und Tarpenbekstraße/Lokstedter Weg führe. Dieser Beschluss binde die Verwaltung und es sei zu bedenken, dass dadurch negative Auswirkungen für Groß Borstel entstehen könnten.

 

Herr Kranz betont, dass ein Bebauungsplan zur Abstimmung stehe. Es werde nicht über einen U-Bahn-Anschluss für Groß Borstel oder einen Umbau des Nedderfelds abgestimmt. Im Rahmen von RISE werde die Borsteler Chaussee intensiv betrachtet.


 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen