Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Bebauungsplan-Entwurf Barmbek-Nord 41 - Wiesendamm 30  

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses - öffentliche Plandiskussion (ÖPD)
TOP: Ö 1.2
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 27.02.2020 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 20:30 Anlass: Sitzung
Raum: Theatersaal in der Zinnschmelze
Ort: Maurienstraße 19, 22305 Hamburg
 
Protokoll

Herr Jorga informiert alle Anwesenden, dass dieser Bebauungsplanentwurf auf Grundlage des Siegerentwurfs aus einem Gutachterverfahren angefertigt worden sei.

 

Ein Bürger sagt, ein direkter Zugang zum Wasser über die geplante Treppenanlage sei überflüssig, da es weiter nördlich bereits einen Wasserzugang gebe. Auch dürfe der Baumbestand am Stichkanal nicht auf Kosten dieser Treppenanlage vernichtet werden.

 

Frau Ernsing erutert, dass der Platz durch diese Treppenanlage eine Aufwertung erlangt und es sei geplant, den Baumbestand möglichst zu erhalten. Eine abschließende Bewertung stehe noch aus. Zudem besage die Hamburger Baumschutzverordnung, dass jeder gefällte Baum ausgeglichen werden müsse.

 

Eine Bürgerin schlägt vor, aufgrund der prekären Stellplatzsituation im Wiesendamm, aus der Tiefgarage eine Quartiersgarage (nachts Anwohnerparken, tagsüber Büroparken) werden solle. Darüber hinaus würde man sich über eine Tempo-30-Zone im Wiesendamm freuen.

 

Herr Jorga sagt, diese Anregung der unterschiedlichen Nutzung der Tiefgarage werde aufgenommen.

 

Auf die Frage einer Bürgerin, warum auf diesem Gelände mit „MK-Ausweisung“ keine Wohnbebauung integriert worden sei, antwortet Herr Jorga, dass das Lärmgutachten zu hohe Lärmwerte für den Wohnungsbau nachgewiesen habe.

 

Eine rgerinchte wissen, warum die öffentliche Verkehrsfläche nicht als solche bzw. als Sonderfläche im B-Plan ausgewiesen worden ist und wem die Fläche gehöre.

 

Frau Ernsing stellt dar, dass dieser Bereich im B-Plan mit einem entsprechenden „Gehrecht für die Öffentlichkeit“ ausgewiesen werde.

 

Ein Bürger, der sich als Geschäftsführer der Einrichtung „Jugendbildung Hamburg“ vorstellt beklagt sich darüber, dass seine Einrichtung seit 42 Jahren Mieter im Wiesendamm 22 b und c und im Wiesendamm 30 sei. Durch diesen B-Plan sei für das soziale Projekt, das vom Bezirks Hamburg Nord gefördert werde, ab Sommer Schluss.

 

Herr Jorga stellt dar, dass sich der heutige Termin lediglich mit dem zukünftigen Baurecht beschäftige.  Es sei Sache der Politik, dieses Anliegen weiter zu bewegen.

 

Ein Bürger fragt, warum der Turm 12-geschossig geplant sei und ob es einen Fahrradabstellplatz gebe. Der Bürger behauptet darüber hinaus, dass eine Tiefgarage mit einer so hohen Anzahl an Stellplätzen (300) den Autoverkehr eher anziehe, als abschrecke.

 

Frau Ernsinghrt aus, dass es mehrere Entwürfe in diesem Wettbewerbsverfahren gegeben habe, die aufgrund der festgesetzten Flächen im Raumprogramm, das gesamte Gelände von der Straße bis zum Kanal überplant hätten. Der Siegerentwurf hingegen lasse die Gestaltung eines Platzes zu, in dem er das Raumprogramm in der 12-Geschossigkeit unterbringe.

Wegen des Turms könne aber der Bauantrag nicht nach §34 BauGB entschieden werden, sondern es müsse ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden.

 

Ein Bürger sagt, auf dem alten Bahngelände „Winterhuder Park“ sei ein 8-geschossiges Gebäude entstanden mit einer schrecklichen Silhouette. Der Bürger hoffe, die Fassade des Turms werde sich daran nicht orientieren.

 

Eine Bürgerin sagt, dort wo es Hochhäuser gebe, sei es häufig sehr windig und fragt, ob ein Windgutachten angefertigt worden sei. Die Bürgerinchte auch wissen, warum 300 Stellplätze für Theaterbesucher geschaffen werden. Darüber hinaus möchte die Bürgerin wissen, warum das Verwaltungsgebäude abgerissen werde. Dieses Gebäude sei ein Identifikationspunkt für alle, die dort leben und noch funktionstüchtig. Stichwort: Graue Energie!

 

Frau Ernsing erklärt, dass die Schaffung eines Neubaus resp. der Abriss des Verwaltungsgebäudes erforderlich gewesen sei, damit die kulturellen Nutzungen der „Wiese“ auf dem Gelände anteilig gegenfinaziert werdennnen.

Die Anzahl der Stellplätze ergebe sich einerseits aus den nachzuweisenden Stellplätzen aus der Nutzung des Kerngebiets (190 STP) und andererseits aus der übrigen Bebauung am Wiesendamm, deren Stellplätze als Baulast bisher auf die Grundstücke am Gleisbogen geschoben worden sei.

 

Eine Bürgerinchte wissen, ob sich die Tiefgarage unter dem Platz oder unter dem Gebäude befinde, denn auf dem Platz sei ein großer Baum eingezeichnet. Die Bürgerin äert ihre Bedenken, dass die Sprinkenhof AG als Eigentümerin des Geländes, der Öffentlichkeit den Zutritt verwehren nnte. Um das zu verhindern, sollte die Treppenanlage als Verkehrsfläche ausgewiesen werden.

 

Herr Jorga stellt dar, dass der Baum bisher nicht existiert. Es sei geplant, auf dem Platz einen Baum im Bereich der Tiefgarage z.B. in einen großen Pflanzkasten zu pflanzen.

Im Übrigen könne die Begehbarkeit der Fläche rechtlich sichergestellt werden.

 

Ein Bürger merkt an, dass ein 12-geschossiger Turm vom Stadtpark aus gut sichtbar sein wird und schlägt vor, dass der Turm keine Technikaufbauten (Antennen) bekommen solle.

 

 

Die Vorsitzende dankt allen Anwesenden und schließt die Sitzung.