Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - KSP Averhoffstraße – Vorstellung der Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens vom 10.4.2019  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg
TOP: Ö 4.3
Gremium: Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 29.04.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:28 Anlass: Sitzung
Raum: Barmbek°Basch (Saal 1)
Ort: Wohldorfer Straße 30, 22081 Hamburg
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Buller stellt die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens vom 10.04.2019 bzgl. des Kinderspielplatzes Averhoffstraße/Heideweg vor.

 

Er berichtet, dass das Bezirksamt von der Bezirksversammlung 190.000 Euro für die Aufwertung, d.h. Instandhaltung und Veränderung des Spielplatzes, zur Verfügung gestellt bekommen habe. Anhand des Lageplanes des Spielplatzes erläutert er die Auffälligkeiten und Veränderungsbedarfe. Von Anwohnerinnen und Anwohnern sei der Basketballplatz als kritisch eingeschätzt worden. Es gebe Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnunterkunft, die ein Knalltrauma erlitten haben und somit mit den Geräuschen des Basketballkorbes nicht zurechtmen. Außerhalb des Beteiligungsverfahrens wurde zusätzlich das Argument geäert, dass es Konflikte zwischen Basketballspielern, d.h. älteren Kindern und dem angrenzenden Spielbereich für Kleinkinder gebe.

 

Es wird angemerkt, dass die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens widersprüchlich zu den im Vorwege genannten Äerungen/Bedenken stünden und überraschend gewesen seien. Der Basketballkorb sei an dem Tag des Beteiligungsverfahrens begrüßt worden und für notwendig empfunden, da dieser ein gutes Angebot für ältere Kinder darstelle.

 

Herr Buller stellt die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens anhand des Lageplanes des Spielplatzes in der Power Point Präsentation dar. Der Basketballkorb bleibe erhalten. Zusätzlich sollen neue Geräte angesiedelt sowie vorhandene Geräte erneuert werden. Es werde weiterhin drei verschiedene Bereiche geben, die jeweils einer Altersgruppe zugeordnet werden können, damit Kinder jeden Alters Berücksichtigung finden. Unter anderem werde zusätzlich eine Korbschaukel und ein Stufenreck sowie ein Balancierbalken eingerichtet werden. Der Spielturm auf dem Hügel solle darüber hinaus erneuert werden. Es wurde zusätzlich der Wunsch nach Wasser geäert. Da ein Wasseranschluss bereits vorhanden sei, werde es voraussichtlich eine „Matschecke“ geben.

 

Der Sommer solle dafür genutzt werden, die Planung und Ausschreibung weiter zu betreiben, sodass im Herbst/ Winter in die Bauphase eingetreten werden könne.

 

Eine Bürgerin äert Kritik am Beteiligungsverfahren. Sie kritisiert unter anderem die unzureichende Moderation und die fehlende Vertretung der Flüchtlingsunterkunft. Mit dem neuen Plan sei die Zielgruppe des Spielplatzes, welche sie bei kleineren Kindern im Alter zwischen 5 und 10 Jahren sehe, unzureichend berücksichtigt. Zudem sei der Spielplatz nicht als Ballspielplatz ausgewiesen, sodass die hohe Nutzung des Basketballkorbes von Jugendlichen ab 16 Jahren nicht gerechtfertigt sei. Diese seien alt genug, um zum naheliegenden Ballspielplatz zwischen Averhoffstraße und Heinrich-Hertz-Straße zu gehen. Für die 5 bis 10 jährigen Kinder gebe es zu wenig Angebote auf dem Spielplatz.

 

Herr Buller entgegnet, dass das Ergebnis des Beteiligungsverfahrens eindeutig gewesen sei.

 

Frau Möller unterstützt die Aussagen von Herrn Buller. Am Tag des Beteiligungsverfahrens seien viele Eltern, auch von kleineren Kindern, vor Ort gewesen, die die Meinung vertraten, dass der Basketballkorb nicht störe und somit begrüßt werde. Die Stimmung des Beteiligungsverfahrens sei somit durchweg positiv hinsichtlich des Basketballkorbes einzuschätzen, es habe keine Gegenmeinungen gegeben.

 

Herr Bullerhrt aus, dass die Flüchtlingsunterkunft selbst auch einen Boltzplatz besitze, woraus ebenfalls Ballgeräusche resultieren. Weiterhin wurde die Anordnung des Basketballkorbes auf eine andere Ecke als ursprünglich geplant verlagert, um die Distanz zur Unterkunft um das Doppelte zu vergrößern und den Lärmschutz zu gewährleisten. Es handele sich beim vorliegenden Spielplatz um einen Spielplatz nach altem Planungsrecht, sodass einige Fragen, die sich aktuell ergeben, zum Zeitpunkt der Planung noch nicht vorhersehbar gewesen waren.

 

Frau Otto merkt an, dass es sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft um Geflüchtete aus Kriegsgebieten handele. Die Bedenken hinsichtlich des Knalltraumas könne sie bei einem Basketballplatz durchaus nachvollziehen. Sie wünsche sich, dass dieses Argument in der Abwägung hinsichtlich des Erhalts des Basketballkorbes stärker gewichtet werde. 

 

Ein Bürger, welcher seit 15 Jahren die Patenschaft für den thematisierten Spielplatz habe, berichtet, dass der Basketballkorb in der Nachbarschaft intensiv genutzt werde und er den Erhalt sehr begrüße. Er sehe es nicht ein, dass die Anwohnerinnen und Anwohner aufgrund der Unterkunft auf den Basketballkorb verzichten müssen. Er führt aus, dass es andere Möglichkeiten geben müsse, um das Knalltrauma zu verhindern. Der Spielplatz könne nicht ausschließlich auf die Unterkunft angepasst werden, es müssen alle Interessen gleichermaßen berücksichtigt werden.

 

Herr Badel äert sich positiv bzgl. des Spielplatzes. Er begrüße vor allem die Idee, eine Matschecke mit Wasser zu schaffen. Insgesamt biete der Spielplatz ein unheimlich gutes Angebot für alle Kinder, auch für die Kinder der Unterkunft. Seiner Meinung nach sei der Spielplatz ein guter Kompromiss, da er alle Interessen sowohl der Anwohnerinnen und Anwohner als auch der Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft berücksichtige. Es finde eine Entwicklung statt, die für alle positiv zu bewerten sei. Durch die Matschecke sei ein großartiger Ausgleich zum Basketballkorb geschaffen worden.

 

Frau Wolframm unterstützt die Aussagen von Herrn Badel. Sie greift erneut das Beteiligungsverfahren auf und bedauert, dass in diesem Rahmen nicht alle Meinungen offen kommuniziert worden seien. Es sei die Idee eines Beteiligungsverfahrens, durch die Gegenüberstellung verschiedener Meinungen und Diskussionen zu einer gemeinsamen Lösung zu finden.

 

Der Vorsitzendesst über den Bau des Spielplatzes abstimmen.


 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 RegA Präsentation KSP Averhoffstraße_ (1619 KB)      

Abstimmungsergebnis:

 

r-Stimmen

: SPD, DIE GRÜNEN, DIE LINKE, CDU

Gegenstimmen

:

Stimmenthaltungen

: 2 Ausschussmitglieder

 

Beschlossen.