Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Umbenennung der Straßen Woermannsweg und Woermannstieg Antrag der Fraktion DIE LINKE  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
TOP: Ö 5.5
Gremium: Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 15.04.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:18 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Langenhorn
Ort: Tangstedter Landstr. 6, 22415 Hamburg
20-6697 Umbenennung der Straßen Woermannsweg und Woermannstieg
Antrag der Fraktion DIE LINKE
     
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:123.30-04/0004
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Der TOP 5.5 wird zusammen mit dem TOP 6.1 besprochen.

 

Die Vorsitzende stellt fest, dass der Bürger zu TOP 6.1 nicht anwesend ist.

 

Herr Messaoudi stellt den Antrag vor. Zu diesem Thema wurde ein Runder Tisch ins Leben gerufen. Im Rahmen der dort regelmäßig stattfindenden Gespräche wurde festgelegt, dass es für kolonialbelastete Straßen und Plätze Umbenennungen geben soll. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es einen Perspektivwechsel gibt. Anstelle der NS belasteten Straßennamen sollen, wie im Bezirk bereits üblich, prioritär die Namen von Widerstandskämpfer*innen bei der Umbenennung bedacht werden. Er schlägt vor unter Einbindung von zahlreichen, im Antrag genannten Initiativen einen Prozess zu initiieren, damit ein Vorschlag zur Umbenennung der Straßen Woermannsweg und Woermannstieg erarbeitet werden kann 

 

Frau Wilckens führt aus, dass aus dem Runden Tisch heraus ein Beirat zur Aufarbeitung der Hamburger Kolonialgeschichte berufen worden ist. Sie stellt die Wichtigkeit der Aufarbeitung dieses Themas und die Erstellung eines Erinnerungskonzeptes heraus und schlägt eine Änderung des Petitums vor. In einer Eingabe wurde auf den ebenfalls NS belasteten Justus-Strandes-Weg hingewiesen.

 

Frau Schenkewitz schlägt vor, die Bewohner*innen der betroffenen Straße in den Namensänderungsprozess mit einzubeziehen.

 

Die Vorsitzende spricht sich für eine frühzeitige Pressemitteilung sowie Ankündigung der Sitzung durch Plakatierung aus.

 

 

Der Ausschuss stimmt über die Änderung ab.

 

 


Petitum/Beschluss:

  1. Der Regionalausschuss spricht sich für eine Umbenennung der Straßen Woermannweg und Woermannsstieg aus.
  2. Die Bezirksversammlung wird gebeten

a)     eine Sondersitzung des Regionalausschusses vor Ort mit Vertreter*innen der genannten Organisationen zu machen und dazu einen Vertreter des Beirates zur Aufarbeitung der Hamburger Kolonialgeschichte, sowie auch die Bürgerinnen und Bürger in geeigneter Weise einzuladen.

b)     Straßennamensvorschläge für die Umbenennung zu sammeln, die die Prinzipien des Beirates zur Aufarbeitung der Hamburger Kolonialgeschichte zum „Perspektivwechsel“ berücksichtigt.

c)     den Regionalausschuss über die Namensvorschläge zu informieren.

  1. Der Regionalausschuss entscheidet in einer seiner Sitzungen über Namen zur Umbenennung des Woermannweges und Woermannsstieges.
  2. Der Beirat zur Aufarbeitung der Hamburger Kolonialgeschichte möge einen Vertreter in den Regionalausschuss entsenden, der eine Einordnung der Person Justus-Strandes gibt.

 

 

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen