Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Unfall in der Sierichstraße am 22.02.2019 hierzu berichtet ein Vertreter des PK 33, gem. Beschluss des Hauptausschusses vom 26.02.2019  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude
TOP: Ö 4.3
Gremium: Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 18.03.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:37 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Behrens, PK 33, informiert über den Unfallhergang, wie er sich aktuell darstellt.

Eine Autofahrerin musste beim Befahren der Andreasstraße die Sierichstraße queren und hierbei die Vorfahrt beachten. Ein auf der Sierichstraße fahrender Motoradfahrer kollidierte mit vermutlich überhöhter Geschwindigkeit mit dem Pkw und erlitt tödliche Verletzungen. Der Motorradfahrer sei nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis gewesen. Derzeit sei ein Gutachter damit beauftragt festzustellen, inwieweit die Autofahrerin den Motorradfahrer hätte erkennen können und wie schnell der Motoradfahrer gefahren ist. Das Ergebnis stünde noch aus und über die Schuldfrage werde das Gericht entscheiden.

 

Ein Bürger berichtet, dass es bereits diverse Unfälle mit einer Reihe verletzter Personen auf der Sierichstraße gegeben haben soll. Ein hohes Gefahrenpotential sei der wechselseitige Verkehr auf der Sierichstraße, auf den sich querende Autofahrer nur schwer einstellen könnten. Hierzu zählen auch die dort in Richtung Norden parkenden Autofahrer, die beispielsweise morgens mit ihrem Fahrzeug Richtung Süden drehen müssten.

Er würde sich für die Installation eines festen Blitzer aussprechen, da außerdem die Sierichstraße oftmals mit überhöhter Geschwindigkeit befahren werde.

 

Frau Dr. Steinwender verweist auf den Punkt 7.1 der Tagesordnung, aus der ein Beschluss des Ausschusses und die Stellungnahme der Polizei hierzu hervorgehen.

 

Herr Kroll kritisiert, dass die regierenden Fraktionen das Problem seit Jahren immer weiter verschieben, weil die Straße nicht umgeplant werden soll.

Er gehe davon aus, dass ein fest installierter Blitzer einen Motoradfahrer nicht vom Schnellfahren abhalten werde. Aus Sicht seiner Fraktion müsse die Straße in Gänze angefasst werden, da auch die Radwege in einem schlechten Zustand seien.

 

Auf Anmerkungen von Bürgern führt Herr Behrens aus, dass regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt würden, die auch dokumentiert werden. Im Großen und Ganzen werde die Geschwindigkeit eingehalten, da oftmals durch die parkenden bzw. abgestellten Fahrzeuge ein höheres Tempo nicht möglich sei. Ansonsten seien an jeder Einmündung zur Sierichstraße nachts beleuchtete Schilder aufgestellt, die die Fahrtrichtung vorgeben.

Autofahrer, die ihr Auto so geparkt haben, dass es beispielsweise morgens nicht in Fahrtrichtung steht, dürfen entgegen der Fahrtrichtung bis zur nächsten Ausfahrt fahren und die Sierichstraße nach rechts verlassen, da es sich nicht um eine Einbahnstraße handelt.

 

Frau Haas teilt mit, dass sie sich bereits vor einiger Zeit für die Aufhebung des Richtungsverkehrs ausgesprochen habe, da es keine sichere glichkeiten gebe, Radfahrer auf der Straße fahren zu lassen. Diese Intention werde sie weiter verfolgen und auch die Prüfung des gesamten Umfelds halte sie für erforderlich.

 

Ein Bürger berichtet, dass das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahren abgenommen habe, so dass seiner Meinung nach der Änderung der Straße in einen Zweirichtungsverkehr nichts mehr im Wege stünde.

 

Ein Bürger widerspricht Herrn Behrens, da nicht jedes Schild an Einmündungen zur Sierichstraße beleuchtet sei.

 

Herr Baumann spricht sich für eine deutlichere Beschilderung aus.

 

Die Vorsitzende fasst zusammen, dass der Ausschuss Handlungsbedarf sehe.


Abstimmungsergebnis:

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.