Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Verschiedenes  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
TOP: Ö 6
Gremium: Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 28.01.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:21 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Langenhorn
Ort: Tangstedter Landstr. 6, 22415 Hamburg
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Frau Besterchte wissen, ob die Installation von Zusatzschildern an den Schildern für den Stadtteil Alsterdorf mit dem Hinweis „800 Jahre“ umgesetzt wurde.

 

Herr Dr. Bigdon bestätigt, dass die ersten Schilder befestigt wurden.

 

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Herr Messaoudihrt aus, dass in der Bezirksversammtlung beschlossen wurde, in Langenhorn eine Gedenktafel aufzustellen. Im Zuge dessen habe er daran erinnert, dass im Ausschuss ein interfraktioneller Antrag wurde gestellt, die Straßennamen von NS belastenten Ärzten umzubenennen. Er bemängelt, dass bisher weder auf den Antrag eingegangen, noch gehandelt wurde und erkundigt sich nach dem Sachstand.

 

 

Der Ausschuss bittet die Verwaltung um eine Sachstandsmitteilung.

 

Protokollnotiz:

  1. Der Verwaltung liegen hierzu keine Informationen zu.
  2. Das Staatsarchiv teilt folgendes mit:

Der Senat prüft in einem größeren Zusammenhang den Umgang mit Verkehrsflächen nach möglicherweise NS-belasteten Personen.

Insgesamt werden dabei derzeit 59 Verkehrsflächen in den Blick genommen. Gegenstand der Prüfung ist auch, ob und ja, wie Verkehrsflächen mit zusätzlichen Erläuterungen versehen werden könnten.

Da diese Entscheidung grundsätzlich auch Auswirkungen auf andere Themenkomplexe haben kann, wie beispielsweise postkolonial belastete Straßennahmen, strebt der Senat eine landeseinheitliche Vorgehensweise für alle 7 Bezirke an.

 

Da der Senat bei seiner Entscheidung sowohl rechtliche, organisatorische und kulturpolitische Fragen wie in den Blick nehmen wird, nimmt der Entscheidungsprozess etwas Zeit in Anspruch.

Der Senat wird voraussichtlich bis Mitte 2020 eine Grundsatzentscheidung treffen. Diese Grundsatzentscheidung wird in alle 7 Bezirke kommuniziert werden.

 

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Herr Kranz weist auf seinen Beitrag in der letzten Sitzung bezüglich einer umgefahrenen Werbetafel am Stockflethweg / Tangstedter Landstraße hin. Die Tafel ist wieder aufgestellt worden. Er fragt PK 34, ob sich die Polizei hiermit bereits befasst habe.

 

Frau Nölting, PK 34, erklärt, dass hier Verträge zugrunde liegen und daher nicht einfach Tafeln entfernt werden könnten.

 

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Herr Debus erkudigt sich erneut nach dem Intervall der Fußngerampel am U-Bahnhof Alsterdorf.

 

Protokollnotiz:

 

Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

zur Nachfrage von Herrn Debus

der Bezirksversammlung HH-Nord vom 31. Januar 2019

Ampelschaltung Hindenburgstraße“

 

Gemäß der bundesweit eingeführten Richtlinie für Lichtsignalanlagen (RiLSA) soll die Räumzeit für den Fußverkehr mit einer Gehgeschwindigkeit von 1,2 m/s (4,3 km/h) bis höchstens 1,5 m/s (5,4 km/h) errechnet werden. In Hamburg wird zur Berechnung der Räumzeit im Gegensatz zu vielen anderen Städten grundsätzlich die geringere Gehgeschwindigkeit von 1,2 m/s (4,3 km/h) angesetzt.

 

Die zum Überqueren einer Fahrbahn zur Verfügung stehende Querungszeit setzt sich aus der Grünzeit und der Schutz- bzw. Räumzeit zusammen.

Die Grünzeit wird so bemessen, dass der Fußverkehr mindestens eine Freigabe von 6 Sekunden erhält oder die Fahrbahn zu mehr als 2/3 der Breite überqueren kann, bevor das Fußngersignal auf Rot umspringt. Danach schließt sich die Räumzeit an, die sich ebenfalls nach der Fahrbahnbreite und der Gehgeschwindigkeit bemisst. Betreten Fußngerinnen oder Fußnger in der letzten Grünsekunde die Fahrbahn, kann die Fahrbahn mit einer Gehgeschwindigkeit von 1,2 m/s noch gequert werden, bevor der Fahrverkehr wieder eine Freigabe erhält.

 

 

 

Die Fußngerlichtsignalanlage Hindenburgstraße/ U-Bahnhof-Alstertor wird in einer Festzeit, d.h. ohne Anforderung geschaltet. Für die Fahrbahnbreiten/ Furtlänge von je 7,5 Meter sind ausreichende Freigabezeiten von 10 und 16 Sekunden geschaltet. Die Freigabe reicht aus, um die jeweilige Fahrbahn bei Grün zu queren. Die anschließenden Schutzzeiten haben eine Länge von 5 Sekunden bei der Furt stadteinwärts bzw. 7 Sekunden stadtauswärts.

Der in den ersten Grünsekunden startende Radverkehr kann aufgrund der höheren Räumgeschwindigkeit beide Furten bei Grün in einem Zuge queren.

Der Fußverkehr hat durch die längere Laufstrecke mit der breiten Mittelinsel einen kurzen Halt.

 

Vor diesem Hintergrund wird von einer Änderung der Schaltung abgesehen.

 

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Herr Dugaro erzählt, dass am Erdkampsweg / Fehrsweg 2 Bushaltestellen entstanden sind. Die Fläche ist geteert und mit einem gelben Streifen umrandet worden. Er fragt, ob dieses Provisorium so bleiben soll oder noch eingeebnet wird.

 

Protokollnotiz: Die provisorischen Bushaltestellen wurden aufgrund einer Anordnung des PK so installiert. Sie sind eben und verkehrssicher.

 

 

Ferner ist am Hummelsbüttler Kirchenweg in Höhe der Schule Ohkamp Hinterausgang eine Zone 30 eingerichtet, jedoch befindet sich vor dem dortigen Kindergarten an der St. Lukas-Kirche eine Zone 50. Er schlägt vor, die Zone 30 bis zum Erdkampsweg weiterzuführen.

 

Protokollnotiz: Nach Inkrafttreten der Hamburger Richtlinie zur Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen (HRVV) zum Kapitel „Tempo 30 im unmittelbaren Bereich von Kindergärten, Kindertagesstätten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen, Alten und Pflegeheimen oder Krankenhäusern“ waren die Straßenverkehrsbehörden gehalten, vor eben jenen Örtlichkeiten das Einrichten von Tempo 30 Strecken zu prüfen.

Bereits im Vorwege ausgenommen waren Soziale Einrichtungen, die in Straßen lagen bzw. liegen, in denen Buslinien verkehren. (Bustaktung mindestens 6 Fahrten einer oder mehrerer Linien in wenigstens einer Fahrtrichtung).

Da dies sowohl im Erdkampsweg als auch im Hummelsbütteler Kirchenweg der Fall ist, wurde hier das Einrichten einer Tempo 30 Strecke ausgeschlossen.

 

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Frau Roshrt aus, dass sich am Erdkampsweg auf einer Seite eine Kita und auf der anderen Seite eine Schule befänden. In diesem Bereich sei noch keine Tempo 30 Zone eingerichtet und erkundigt sich nach einer entsprechenden Umsetzung.

 

Protokollnotiz: Siehe hierzu vorherige Ausführungen.

 

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Der Vorsitzende schließt die Sitzung.