Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Schreiben von Bürgern zum Bebauungsplanverfahren Ohlsdorf 30  

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses
TOP: Ö 4.1
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 01.02.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:46 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
20-5328 Schreiben von Bürgern zum Bebauungsplanverfahren Ohlsdorf 30
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:600.04-06
Federführend:Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Ein Bürger teilt mit, dass er und einige weitere Anwohner des Neubaugebietes Unterschriften für den Bau von mindestens 100 Wohneinheiten gesammelt hätten. Es seien 343 Unterschriften zustande gekommen.

 

Herr Werner-Boelz lobt das Engagement der Anwohner. Bei Gesprächen mit der Initiative hätten sich die Beteiligten auf bis zu 100 Wohneinheiten verständigt.

 

Herr Domres widerspricht Herr Werner-Boelz. Auf eine Anzahl von bis zu 100 Wohneinheiten sei sich nicht verständigt worden.

 

Auf Nachfrage von Herrn Schulz antworten zwei Bürger, dass in dem Neubaugebiet 44 % der Wohnungen gefördert seien. Die Anwohner würden sich auch bei dem Neubauvorhaben für geförderten Wohnraum einsetzen. Es wäre wünschenswert, wenn ein möglichst autoarmes/autofreies Quartier entstehen könnte.

 

Frau Voet van Vormizeele sagt, die andere Anwohnerinitiative aus der letzten Sitzung hätte sich für weniger Wohnungen, etwa 60, ausgesprochen. Im Clearing-Gespräch sei keine genaue Wohnungsanzahl benannt worden. Sie hält es für schwierig, von vornherein eine konkrete Anzahl festzuschreiben, da die Wohnungsgrößen nicht einmal feststünden. Außerdem sei noch das Wettbewerbsverfahren im Gange.

 

Herr Schulz erinnert an die letzte Sitzung und stellt erneut infrage, inwiefern die Vereinbarungen im Bürgervertrag überhaupt eine städtebaurechtliche Bindung entfalten können.

 

Herr Boltres sagt, derzeit würde ein passender Städtebau für das Quartier gesucht. Hierfür finde am 20.02.2018 die Preisgerichtssitzung statt. Die Frage nach der Anzahl der Wohneinheiten hätte sich zuletzt im Stadtteil verselbstständigt. Erst in einem späteren Planungsstadium lasse sich eine genau Wohnungsanzahl benennen. Er rät daher zu einem gelasseneren Umgang mit dieser Fragestellung.

 

Herr Domres erklärt, im Clearing-Gespräch seien drei Kennzahlen vereinbart worden:

1. eine GFZ von 0,3

2. eine Regelbebauung von 2 Vollgeschossen + Staffel

3. im Ausnahmefall eine Bebauung mit 3 Vollgeschossen + Staffel

Zum jetzigen Zeitpunkt mache es keinen Sinn, über eine konkrete Wohnungsanzahl zu debattieren.

 

Eine Bürgerin sagt, die heute anwesenden Bürger wollen zeigen, dass es nicht nur Gegner des Verfahrens gebe und eine Vielzahl von Anwohnern dem Vorhaben offen gegenüber stünden.

 

Ein Bürger überreicht daraufhin die Unterschriftenliste an den Vorsitzenden.


Abstimmungsergebnis:

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.