Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - gewünschte Verkehrsberuhigung zur Aussichtsplattform an der Holtkoppel 100 (Ergänzend zur Drs. 20-3699)   

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
TOP: Ö 6.6
Gremium: Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 13.11.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 22:01 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Langenhorn
Ort: Tangstedter Landstr. 6, 22415 Hamburg
20-4947 gewünschte Verkehrsberuhigung zur Aussichtsplattform an der
Holtkoppel 100
(Ergänzend zur Drs. 20-3699)
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:123.70-24
Federführend:Interner Service Beteiligt:Fachamt Management des öffentlichen Raums
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Eine Bürgerin von der Anwohnerinitiative Holtkoppel 100 schildert ausführlich die Problematik in der Holtkoppel. Dabei betont sie, dass nicht das Coffee to Fly Grund für die Beschwerde sei, sondern die Klientel, die sich im dortigen Umfeld treffe. Die Massivität des Auftretens und das Verhalten der sich dort Treffenden selbst führe zu nicht mehr tragfähigen Umständen. Bewohner des Quartiers beklagten sich über Abgase, Lärm und verstopfte Straßen. Die Zustände führten zu physischen und psychischen Einschränkungen und verminderten die Lebensqualität erheblich.

 

Die dazugehörige Stellungnahme ist der zugrunde liegenden Vorlage anonymisiert beigefügt und öffentlich einsehbar.

 

Die Forderung der Anwohnerinitiative auf umgehendes Eingreifen zum Wohle der Bewohner wird unterstrichen mit 250 gesammelten Unterschriften von direkten Bewohnern aus dem Umfeld der Aussichtsplattform.

 

Ein Bürger hebt hervor, dass angesichts der prekären Lage nur eine Verlagerung der Aussichtsplattform auf den Krohnstiegtunnel Abhilfe schaffen würde.

 

Herr Stahr bittet darum, dass sowohl die Petition als auch das präsentierte Fotomaterial veröffentlicht werde.

 

Herr Debus kritisiert, dass das Coffee to Fly über hamburg.de so beworben wird, dass sowohl Planespotter als auch die Motorradszene angesprochen werde.

 

Die Bürgerin wendet ein, dass selbst das Driften im Wendekreis und das Trinken bis in die Nacht im Internet öffentlich angepriesen werde und zur starken Sogwirkung von Rowdies hre, die andere friedliche ste und Anwohner beschimpfen würden.

 

Herr Debushrt fort, dass über die bislang vorgeschlagenen und teils umgesetzten Maßnahmen hinausgehende Schritte erforderlich seien, um die starke Frequentierung und den Verkehrslärm einzudämmen.

 

Frau Schenkewitz erwähnt, dass die drastischen Schilderungen der Bürgerin sogar untertrieben wirken. Die Situation vor Ort sei tatsächlich besorgniserregend. Das Coffee to Fly selbst beschreibt sie als einen Gewinn für Langenhorn. Die geforderte Verlagerung des Betriebs sei zum einen aus rechtlichen Gründen nicht umsetzbar, da der Betreiber des Coffee to Fly ein Betreiberrecht bis 20140 habe, zum anderen aber auch von der Mehrheit der Bevölkerung gar nicht gewünscht. Jedoch sei die Verkehrssituation unerträglich. Auseinandersetzungen, gerade mit Motorradfahrern und denen, die dort posenrden, seien an der Tagesordnung.

 

Herr Kegat lobt, dass die Verwaltung mit der Vorlage zum Ausdruck bringe, dass umfangreiche Prüfungen durchgeführt worden seien. Einige Maßnahmen seien plausibel, dennoch setze sich die SPD-Fraktion dafür ein, die Einfahrt zum Coffee to Fly für den motorisierten Verkehr ab der Westerrode oder der Wrangelkoppel sperren zu lassen.

 

Herr Müller bekräftigt, dass die von Herrn Kegat in Aussicht gestellte interfraktionelle Zusammenarbeit dazu beitragen könne, gestalterisch zu agieren, wie dies im Zusammenhang mit dem Tarpenbek Wanderweg deutlich werde.

 

Herr Adolphi widerspricht Frau Schenkewitz, da eine Verlegung des Coffee to Fly aus rechtlichen Gründen möglich sei.

 

Herr Messaoudi erinnert daran, dass das Coffee to Fly bislang eher Anziehungspunkt von Fahrradfahrern gewesen sei. Er bedauert den Wandel hin zur Rüpelmeile. Somit unterstreicht er, dass die Fraktionen in der kommenden Ausschusssitzung konkrete Maßnahmen erörtern sollten.

 

Zweirger setzen sich dafür ein, dass ein Verkehrsplaner alternative Zufahrtsvarianten und die Schaffung von Parkplätzen bzw. auch die Ausweitung von Parkverbotszonen prüfe.

 

Auf Herrn Kranz Bitte nach einer Stellungnahme der Polizei zu den einleitend gemachten Aussagen entgegnet Herr Lagemann, dass die Polizei eine Priorisierung von Straftaten über Verkehrsunfälle bis hin zu Ordnungswidrigkeitenverfahren habe. Die Personelle Ausstattung ließe keine umfangreiche regelmäßige Kontrolle zu, so dass es dem PK 34 kaum möglich sei, der Beschwerdelage in der Holtkoppel durch Überwachung nachhaltig zu begegnen. Bei vorgekommenen massiven Verkehrsproblemen, bei denen der Begegnungsverkehr unmöglich gewesen sei, habe es sogar Probleme mit dem Entfernen von Fahrzeugen gegeben, nicht zuletzt wegen des verstärkt citynahen Einsatzes von Abschleppfahrzeugen.

 

Jedoch gebe es eine neue Einheit, die gegen Poser vorgehe. Diese habe die technische Ausstattung,rmmessungen durchführen zu können, diese zu bewerten und nach einer Gesetzesänderung des § 315 d StGB die Kompetenz, Fahrzeuge sicherzustellen, die geltende Lärmgrenzwerte überschreiten würden. Dies sei ein wirksames Vorgehen mit abschreckender Wirkung. Mit zunehmendem Bekanntwerden dieser Einheit, die ab Frühjahr 2018 verpflichtend in der Holtkoppel tätig werde, werde zumindest eine Eindämmung der Beschwerdelage erwartet.

 

Herr Kegatckversichert sich, ob trotz des bislang noch nicht bekannten Eingreifens der Spezialeinheit der Polizei weiterhin eine Sperrung der Straße für erforderlich gehalten werde.

 

Verschiedene rger bekräftigen, dass jegliches Vorgehen hilfreich sei, da befürchtet werde, dass selbst Schranken die Verkehrsteilnehmer nicht abschreckten, die sich bewusst Regeln wiedersetzenrden.

 

Der Vorsitzende fasst zusammen, dass der bereits vorbereitete Antrag gewünscht werde und am 04.12.2017 auf die Tagesordnung gesetzt werden solle.

 

Herr Adolphi regt dazu an, Verkehrsteilnehmer, die sich verkehrswidrig verhielten oder die gegen das Nachtruhegebot verstießen, anzuzeigen. Der Polizei gegenüber macht er den Vorschlag, Geschwindigkeitsmessungen in der Holtkoppel verstärkt per Laserpistole durchzuführen.

 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.