Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Airport-Besichtigung  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Arbeit
TOP: Ö 2
Gremium: Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 20.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:05 - 21:15 Anlass: Sitzung
Raum: Flughafenmodellschau (Terminal 1), Flughafenstraße 1-3, 22335 Hamburg
Ort: Flughafenstraße 1-3, 22335 Hamburg
 
Protokoll

Herr Laukenmann (Geschäftsführung der Flughafen Hamburg GmbH) und Herr Schmidt (Leitung Zentralbereich Umwelt) referieren über die Entwicklung des Flughafens. Es wird erklärt, dass der Flughafen neben dem Hamburger Hafen der größte Hamburger Wirtschaftsstandort sei.

 

Herr Laukenmann hebt sowohl die Beschäftigtenzahl als auch die Wertschöpfung des Flughafens und des flughafennahen Gewerbes hervor. Gleichzeitig nennt er Herausforderungen, die u.a. in der Personalrekrutierung (hohe Sicherheitsanforderungen) und im Umfeldschutz (Lärmschutz, Pkw-Abstellflächen) liegen.

 

Herr Schmidt erläutert die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Flughafen anhand des Flughafenmodells. Trotz ngster Umstrukturierungen bei Fluggesellschaften mit Auswirkungen auf die Fluglinien werde der Flughafen voraussichtlich weiter wachsen. Somit sei ein Terminalentwicklungsplan aufgestellt worden. Bauliche Veränderungen, die z.T. bereits genehmigt seien, würden zur Verbesserung von Betriebsabläufen beitragen. So sei eine neue Passagierabwicklung mit neuen Piers geplant, womit sich räumliche Strukturen auf dem Betriebsgelände selbst wesentlich ändern würden. Auch werde es bauliche Veränderungen in der Gepäckabfertigung und weitere strukturelle Anpassungen im direkten Umfeld geben.

 

hrend einer Betriebsbesichtigung thematisiert Herr Schmidt verschiedene Aspekte des Umweltschutzes. Der Flughafen unternehme z.B. Anstrengungen, um binnen 3-5 Jahren CO2-neutral und damit klimaschonend zu agieren. Heute schon würde ein Drittel der Fluggäste per S-Bahn anreisen. Auf dem Flughafenareal seien dieselbetriebene Fahrzeuge des Bodenpersonals sukzessive auf synthetische Kraftstoffe umgestellt worden, womit fossile Stoffe geschont würden. Auch würden flughafeneigene Flächen in Schleswig-Holstein (Nähe Kaltenkirchen) zunehmend aufgeforstet.

 

Um die Anzahl von Nachtflügen zu verringern, stehe der Flughafen in Kontakt mit den Fluggesellschaften, damit diese auf ihre Abläufe einwirkten. Der Flughafen selbst könne insbesondere mittels Start- und Landegebühren steuern, aber generelle Verbote auszusprechen sei innerhalb des existierenden Flugnetzes kaumglich. In diesem Zusammenhang hebt Herr Schmidt die soziale Verantwortung des Flughafens hervor, um den nächtlichen Fluglärm zu verringern und Anwohner vor Lärmimmissionen zu schützen.

 

Neben sicherheitsrelevanten Zusammenhängen gibt Herr Schmidt Auskünfte zu innerbetrieblichen Prozessen. Die Airport-Besichtigung wird mit der Aushändigung von Informationsmaterial abgeschlossen.

 

Der Vorsitzende bedankt sich im Namen des gesamten Ausschusses r die Führung.