Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Fußverkehrsstrategie Hoheluft Ost hier: Vorstellung der Strategie  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude
TOP: Ö 4.1
Gremium: Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 18.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:15 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
20-4636 Fußverkehrsstrategie Hoheluft Ost
hier: Vorstellung der Strategie
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:123.70-14
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Frau Dr. Wesslowski und Herr Thiemann-Linden, team red Deutschland GmbH, stellen anhand einer Präsentation (siehe Anlage zur Sitzung) das Strategiekonzept vor.

 

Herr Domres begrüßt die Planung als Anregung für die Politik.

 

Herr Homann dankt den Planern und ergänzt, dass sich oftmals auf Gehwegen Überfahrten aus Einfahrten mit Kopfsteinpflaster befänden, die ein Problem r Fußnger mit Rollatoren darstellen.

Die Fahrbahnquerungen sollten abgesenkte Bordsteinkanten haben und mit taktilen Leitelementen ausgestattet sein.

 

Herr Hemesath begrüßt die Planung ebenfalls als Anregung und möchte wissen, ob es für die Autofahrer, die weniger Parkplätze zur Verfügung haben werden, Alternativen gebe und ob Fahrbahnquerungen für weitere Straßen geplant seien.

 

Herr Thiemann-Linden entgegnet, dass mit Abstimmung des Bezirksamtes die großen Kreuzungen nicht mit einbezogen worden seien, da es dort außer um Fußverkehr auch um Bus-, Kfz-Verkehr sowie Straßenraumgestaltung gehe. In diesem Bereich gebe es beispielsweise Handlungsbedarf bei den Ampelschaltungen, da Fußnger viel Zeit für das diagonale Queren einer Hauptverkehrsstraße benötigen würden.

Zum Parkraummanagement führt er aus, dass Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass einige Benutzergruppen diskriminiert würden. Eine Gruppe seien die in dem besagten Gebiet Arbeitenden, die während ihrer mehrstündigen Arbeitszeit einen Parkplatz belegen. Diesen werde nahegelegt, sich eine andereglichkeit zu suchen, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Die Anwohner zu privilegieren sei schwierig umzusetzen, da für die Zahl der in Hoheluft-Ost zugelassen Fahrzeuge keine ausreichenden Parkplätze vorhanden seien.

Zur Barrierefreiheit gebe es weitere Punkte wie die unzureichende Beleuchtung der Fußwege durch Schatten werfende ume und das für Sehbehinderte behindernde Abstellen von Fahrrädern.

 

Herr Wersich dankt den Planern für die Ausführungen und verleiht seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Planung umgesetzt werde, um die Situation der Fußnger in Hoheluft Ost zu verbessern.

 

Auf Nachfrage von Herrn Dr. Kiehn berichten Herr Thiemann-Linden und Frau Dr. Wesslowski, dass in anderen Städtenngsparken in schmalen Straßen konsequent überwacht werde, damit die Feuerwehr im Notfall alle Häuser anfahren kann. Der Stadtteil Alsterdorf sei hinsichtlich der Unfallzahlen gefährlicher, so dass dort eher die Querung von Hauptverkehrsstraßen Priorität gehabt hätte.

Die Anzahl der Bänke und deren Standort sollte mit dem Seniorenbeirat gemeinsam diskutiert werden. Z.B. für den Abendrothsweg gebe es bereits Vorschläge. Zur Priorisierung wird mitgeteilt, dass die 20 aufgeführten Maßnahmen bereits einer Priorisierung unterzogen worden seien. Vor Umsetzung dieser Maßnahmen müssten wiederum politische Prioritäten z.B. Senioren- oder Kindermobilität festgelegt werden.

 

Herr Domres gibt zur Parkplatznot zu bedenken, dass im Bereich Falkenried Tiefgaragenstellplätze teilweise sogar stundenweise gemietet werden könnten. Er schlägt vor, dass die Betreiber um Ausweitung dieses Angebotes gebeten werden.

Priorität habe für ihn die Einhaltung von Gehweg-Mindestbreiten.

 

Frau Haas merkt an, dass Hoheluft-Ost nicht ausreichend an den ÖPNV angeschlossen sei und schlägt vor, hier eine Verbesserung herbeizuführen, da die Wege zur Hoheluftchaussee oder Breitenfelder Straße oftmals zu lang seien.

 

Herr Thiemann-Linden entgegnet, dass er die Anbindung an den ÖPNV geprüft habe. Die Wege zu Haltestellen seien zwar überwiegend nicht sehr lang, die Busse würden aber in die falsche Richtung fahren. Dieser Bereich habe sich als derart komplex herausgestellt, dass er nicht weiter verfolgt worden sei.

 

Zum Thema Bänke weist Herr Homann darauf hin, dass der Seniorenbeirat bereits mit dem Bezirksamt in Kontakt getreten sei.

 

Ein Bürger gibt zu bedenken, dass die Prüfung vor Ort in eine Zeit gefallen sei, in der in den Straßen diverse Baumaßnahmen durchgeführt worden seien, die zu kurzfristigem Wegfall von Stellplätzen geführt habe.

Die Probleme mit zu schmalen Fußwegen und zu wenig Kinderspielplätzen könne er aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Problematisch fände er hingegen, dass Fußwege unter Bäumen insbesondere im Herbst rutschig würden, was im Rahmen dieses Konzeptes wohl nicht behoben werden könne.

 

Ein Bürger ergänzt, dass der Fußweg unter Linden besonders betroffen sei.

 

Auf Nachfrage von Herrn Kroll verweist Frau Dr. Wesslowski auf die Folie 7 der Präsentation. Die rot und orange gekennzeichneten Fußwege sind schmaler als 1,10 Meter (z.B. Heiderstraße und Neumünstersche Straße) und die gelb gekennzeichneten sind 1,50 Meter (3 Gehwegplatten) breit (z.B. im Abendrothsweg). Z.B. die Breitenfelder Straße und der Straßenbahnring (hell- und dunkelgrün) würden eine gute Fußwegbreite aufweisen.

Problematisch sei, wenn Radfahrer auf den Gehweg ausweichen, da sie ansonsten auf Kopfsteinpflaster fahren müssten. Diese habe zu einer schlechten Bewertung des Lehmweges geführt.


Abstimmungsergebnis:

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.