Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Rahmenplan der Evangelischen Stiftung Alsterdorf hier: Vorstellung der Fortschreibung  

 
 
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses
TOP: Ö 4.1
Gremium: Stadtentwicklungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 27.04.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:10 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
20-4236 Rahmenplan der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
hier: Vorstellung der Fortschreibung
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
  Aktenzeichen:600.04-06
Federführend:Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Ein Vertreter der Stiftung Alsterdorf erklärt einleitend, dass das Stiftungsgelände zu einem Modellquartier für eine inklusive Stadtentwicklung weiterentwickelt werden solle.

 

Der Projektleiter gibt dem Ausschuss zunächst einen geschichtlichen Überblick von der Gründung der Stiftung bis zum heutigen Tage. Besonders hervorzuheben sei die Eröffnung des Alsterdorfer Marktes im Jahr 2003 und damit einhergehend eine Öffnung des Stiftungsgeländes für die Allgemeinheit und den Stadtteil.

 

Ein weiterer Vertreter der Stiftung Alsterdorf geht anschließend auf den Rahmenplan ein. Der alte Rahmenplan hätte seit mittlerweile 15 Jahren Bestand. Er zeigt dazu den alten und den neuen Funktionsplan. Ein Unterschied liege darin, dass der neue Plan sehr viel stärker die nutzungsbezogene Zuordnung der unterschiedlichen Bereiche darlege. Zuvor sei das Gelände als zu unübersichtlich befunden worden und biete nun, dank des neuen Rahmenplanes, eine bessere Orientierung und Ordnung. Mit der Verkehrsführung und den Grün- und Freiräumen hätte man sich ebenfalls beschäftigt. Das übergeordnete Ziel des neuen Rahmenplanes sei die Schaffung eines inklusiven Quartiers als zentraler Ort Hamburgs in einer modernen Stadtgesellschaft. Zu den Handlungsschwerpunkten zählen dabei:

- die Stärkung der Zentralität (Erweiterung des Vollsortimenters, Betonung des Eingangsbereiches, Neugestaltung der Stellplätze, etc.)

- die Stärkung der Wohnfunktion (Ausweisung von Potentialflächen für Wohnnutzungen, Ergänzung spezifischer Wohnangebote für besondere Nutzergruppen, etc.)

- Stärkung der Gesundheitsversorgung (u.a. Sicherung der Zuwegung sowohl für Krankentransporte, Patienten, Besucher und auch für das Personal)

- Stärkung der Bildungsfunktion (u.a. Fortschreibung und Berücksichtigung möglicher Flächenbedarfe für den Ausbau der Schulen und Fortbildungseinrichtungen)

- Stärkung der Aufenthaltsqualität in den Grün- und Freiflächen (u.a. Gestaltung des zentralen Grünraums, barrierefreie Erschließung des Geländes, Auflösung von Angsträumen -> klare Einsehbarkeit und Beleuchtungskonzept)

 

Herr Messaoudi erkundigt sich, was mit der Aufwertung der Eingangsbereiche gemeint sei und wie die Zentralität erhöht werden solle. Darüber hinaus stellt er Fragen zur Wohnnutzung.

 

Der Referent antwortet, dass noch kein Konzept für die Aufwertung der Eingangsbereiche vorliege. Gerade im Bereich der Feuerbergstraße könne von einem "Angstraum" gesprochen werden, mit dem man sich näher auseinandersetzen müsse. Ein Freiraumplaner wäre bereits mit einer Lösungsfindung befasst. Unter Zentralität verstehe er auch den Versuch, vermehrt Leute aus dem Stadtteil anzuziehen, beispielsweise zum Einkaufen oder zu Veranstaltungen. Hinsichtlich einer "verkehrlichen Zentralität" würden bereits Gespräche mit der Hochbahn über eine Busanbindung stattfinden. In den Alsterdorfer Gärten wären die Wohnungen zu 100 % öffentlich gefördert. Hier wolle die Stiftung einen Wohnungsmix von freifinanziertem und öffentlich gefördertem Wohnraum vornehmen. Die Stiftung möchte jedoch gezielt Wohnungen für ihre Klienten bereitstellen.

 

Herr Domres lobt das Projekt. Er stimmt zu, dass das Beleuchtungskonzept in der Feuerbergstraße dringend einer Überarbeitung bedürfe.

 

Auf Nachfrage von Herrn Wersich zum Einzelhandel und der Barrierefreiheit antwortet der Referent, dass Edeka hier selbst ein Pilotprojekt starte, um das Thema Inklusion anzugehen. Hierzu gehört beispielsweise der Einbau von Induktionsschleifen an den Kassen.

 

Frau Ros meint, bei der Struktur und Größe des Geländes biete sich ein freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb an.

 

Der Referent sagt, mit der Achse Feuerbergstraße/Alsterdorfer Markt wäre derzeit ein Freiraumplaner befasst. Der gesamte Freiraum sei darüber hinaus auch noch einmal betrachtet worden.

 

Frau Wilckens denkt, die Evangelische Stiftung Alsterdorf befinde sich auf einem guten Weg.


Abstimmungsergebnis:

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.