Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Öffentliche Bürgerfragestunde  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung
TOP: Ö 1
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 19.01.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:10 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Thema: U5 Haltestelle Hartzloh

 

Eine Bürgerin erläutert, es soll nach ihren Informationen auf jeden Fall eine Haltestelle Barmbek-Nord geben. Sie fragt den Bezirksamtsleiter, ob es stimmt, dass diese geplante Haltestelle nicht weiter nach Westen verlegt werden kann, weil dort die Grenze zum Bezirk Wandsbek liegt. Die Folge wäre, dass die Haltestelle in der sehr eng bebauten Straße Hartzloh entstehen würde.

 

Herr sler teilt mit, dass ihm diesbezüglich keine Informationen vorliegen.

 

Eine rgerin macht deutlich, die Anwohner in der Straße Hartzloh vertreten die Ansicht, dass dort nicht der optimale Standort für eine Haltestelle ist. Die Hamburger Hochbahn prüft offensichtlich inzwischen Alternativen wie z.B. die Rümkerstraße. Sie fragt inwieweit der Bezirk und die Bezirkspolitik hier Unterstützung bieten können, um den optimalen Standort zu finden. Es ist der Wunsch der Anwohner, dass die Hamburger Hochbahn eine rgerbefragung durchführt. 

 

Herr Domres stellt dar, es ist schwierig festzulegen, wer befragt werden soll. Es handelt sich hier um ein gesamtstädtisches Projekt. Das Ziel ist, einen Verlauf der U-Bahn zu finden, der für alle Hamburger am besten ist. Dabei kann es durchaus sein, dass nicht jede Maßnahme für die Anwohner optimal ist. Manchmal ist dies aber nicht vermeidbar.

 

Die Bürgerin stellt fest, eine Befragung im Umfeld der geplanten Haltestelle wäre vorstellbar. Die Alternative Rümkerstraße wäre durchaus denkbar und wird vielleicht ja von den Anwohnern dort befürwortet. 

 

Herr Rösler erklärt, es ist allgemeiner Konsens, dass eine optimale Streckenführung gefunden und eine optimale Ausstattung der U-Bahnstationen erreicht wird. Derzeit ist die Hamburger Hochbahn mit einem Beteiligungsverfahren bemüht,sungen zu erarbeiten. Es wird auf die Bürgerinnen und Bürger zugegangen an den verschiedenen Standorten in den Stadtteilen. Man sollte darauf vertrauen, dass diese Beteiligungsverfahren insgesamt im Rahmen sachgerechter Abwägungen zu den bestmöglichen Lösungen führen.

 

Herr Buchmann erinnert daran, es geht insbesondere darum, die Stadtteile Bramfeld und Steilshoop an die City anzubinden. Dass dies sinnvoll ist, darüber besteht Einigkeit. Es scheint aber vor diesem Hintergrund nicht notwendig, die Streckenführung über den Hartzloh zu führen. Die Argumentation, der Stadtteil Barmbek-Nord wäre der dichtbesiedelste und müsste deshalb besser angebunden werden, sollte mit einer Bürgerbefragung auf seine Richtigkeit überprüft werden. Die Pläne, die Haltestelle im Bereich Hartzloh zu bauen, erscheinen aufgrund der Gegebenheiten vor Ort zudem suboptimal. 

 

Herr Bernd Kroll kann nicht verstehen, dass offensichtlich keine Bereitschaft besteht, die Bürger im Umfeld der geplanten Haltestelle zu befragen. Es stehen elf Varianten zur Diskussion und es re sinnvoll zu wissen, für welche sich das Quartier entscheiden würde. Er kritisiert, dass man nicht bereit ist, die Bürgerinnen und Bürger angemessen zu beteiligen.

 

Herr Adolphi vertritt die Ansicht, hier hätte man die Chance, die Bürger angemessen zu beteiligen. Er kann den Argumenten der Bürgerinnen und Bürger vor Ort folgen. Hier sollte es eine entsprechende Bürgerbefragung geben. Dies sollte vom Bezirksamt unterstützt werden.

 

Thema: Neubauvorhaben Tangstedter Landstraße 435 451

 

Ein Bürger erläutert, hier soll eine städtebauliche Nachverdichtung erfolgen, die durchaus prinzipiell begrüßt wird und auch notwendig ist. Die Planungen erscheinen allerdings mangelhaft. Soll an den Planungen für die Zufahrten für die neu geplanten Parkplätze festgehalten werden? Es bestehen erhebliche Bedenken bezüglich der Verkehrssicherheit, da z.B. dies r viele Kinder der Schulweg und die einzigen Zugangsmöglichkeiten zu den vorhandenen Spielplätzen sind.

 

Herr Adolphi stellt fest, es geht hier nicht darum, dass am Holitzberg Wohnungsbau entstehen soll, sondern um die Parkplätze. Es ist nicht nachvollziehbar, dass hierr Grünflächen versiegelt werden sollen. Es werden Bäume vernichtet. Die Parkplätze sollten deshalb an der Tangstedter Landstraße verbleiben.

 

Herr Kranz erläutert, das Bauvorhaben insgesamt wird begrüßt. Auch ist es gut und richtig, dass nur diese geringe Anzahl von zwölf zusätzlichen Stellplätzen entstehen soll. Diese sollten nicht zu einer derartig hohen Zunahme an Verkehrsbewegungen führen, die diesen Bereich zu sehr belasten würden. Die GRÜNE-Fraktion würde es allerdings durchaus begrüßen, wenn gar keine Parkplätze gebaut würden. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist gut und man kann an diesem Standort durchaus auch ganz ohne PKW auskommen. Bezüglich der schriftlich eingereichten Fragen weist er hinsichtlich der geplanten Spielplätze darauf hin, hierfür wird es sicher in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt eine angemessene Lösung geben. Außerdem ist das Parkplatzproblem der Asklepios-Mitarbeiter nicht dem Bauherren anzulasten. Dies muss man klar trennen.

 

Herr Müller weist darauf hin, dass mehr als 50 Wohneinheiten geschaffen werden. Dies führt natürlich zu entsprechenden Verkehrsbewegungen. Dazu kommt das Problem mit den Mitarbeitern der Asklepios-Klinik, die die Ringstraße befahren und zum Parken nutzen. Es macht deshalb Sinn, die verkehrliche Erschließung entsprechend zu planen. Der Aspekt, hier eine Tiefgarage zu errichten, wurde in diesem Zusammenhang nicht ausreichend geprüft. Er macht deutlich, die Abschaffung der Stellplatzpflicht ist ein großer Fehler gewesen.

 

Herr Domres stellt fest, die wesentliche Frage ist, ob die geplanten Parkplätze zu einer wesentlichen Zunahme der Verkehrsbelastung führen. Er ist sicher, dass dies keine wesentlichen Probleme verursachen wird. Die Abschaffung der Stellplatzpflicht sollte auf Bürgerschaftsebene von der CDU diskutiert werden. Die Lage der Spielplätze ist Sache des Bauherren. Er ist verpflichtet, diese nachzuweisen, der Standort kann nicht vom Bezirksamt beeinflusst werden. Wobei er gut beraten wäre, diesen Standort entsprechend zu wählen.  

 

Herr Dickow macht deutlich, dass zwölf zusätzliche Parkplätze eher zu wenig sind. Es wird aber kein Problem hinsichtlich der zusätzlichen Verkehrsbelastung gesehen. Hinsichtlich der Lage der Kinderspielplätze weist er nochmals darauf hin, dass dies in der Verantwortung des Bauherren liegt.

 

Frau Traversin erläutert, es ist ihr unverständlich, dass bei dieser Nachverdichtung die Bürger nicht mitgenommen werden. Es ist absolut nicht einsehbar, dass hier Grünflächen versiegelt werden sollen um dort Parkplätze zu bauen. Bei der zunehmenden Verdichtung in dieser Stadt sind gerade diese Grünflächen auch aus ökologischer Sicht notwendig und besonders wertvoll. Sie kritisiert, dass man sich nicht auf denrger zubewegt vor einer Entscheidung, um auch eine gewisse Akzeptanz vor Ort zu erzeugen. Es wäre sinnvoll, die Ideen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufzunehmen.

 

Herr Rösler erklärt, dass das Bezirksamt zu den umfangreichen vorab eingereichten Fragen eine schriftliche Antwort geben wird.