Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Wanderweg südlich des Autohauses Wichert - Vorstellung der Planung  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
TOP: Ö 4.1
Gremium: Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 05.09.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:04 - 21:56 Anlass: Sitzung
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

 

  • Präsentation

 

Herr Nikpur (Kleta GmbH Architekten) stellt sich als vertretender Bauleiter des „Wichert-Wanderweges“ vor und präsentiert das Vorhaben.

 

Er erklärt, dass es künftig eine öffentliche Erschließung vom U-Bahnhof Ochsenzoll bis zum Foßberger Moor geben werde. Am Arkadengang vor der Wichert-Welt sei ein öffentliches Geh- und Fahrrecht für Fußnger und Fahrradfahrer eingeräumt worden. Der Wanderweg werde sowohl über öffentliches als auch privates Grundeigentum verlaufen. Die Baugenehmigung sei im August 2016 erteilt worden. Im Oktober 2016 werde voraussichtlich mit den Baumaßnahmen begonnen. Die Fertigstellung sei r März 2017 geplant.

 

Der Weg werde nach Plänen eines Landschaftsplaners naturnah angelegt. Die bereits asphaltierten Bereiche sollen als solche vorhanden bleiben. Übrige Streckenverläufe würden mittels Glensanda befestigt. Ein existierender Zaun in Abgrenzung des Wichert-Betriebshofes soll entfernt und durch Bügel ersetzt werden. Zum Foßberger Moor sei wegen des Gefälles eine behindertengerechte Rampe vorgesehen.

 

 

  • Politikerrunde

 

Herr Kranz erkundigt sich, ob der asphaltierte Bereich, auf dem derzeit Gerümpel aufgehäuft sei, entfernt werde und ob landschaftliche Gestaltungen in das Wegeprojekt integriert werden würden.

 

Herr Nikpur entgegnet, dass als Gestaltungselemente vorhandene Hochpflastersteine gehwegnah als kleiner Steinhügel aufgehäuft werden würden. Übrige Flächen, auch der Wendehammer der Hochbahn, würden konzeptgetreu erneuert werden. Gerümpel werde entsorgt.

 

Herr Willing ergänzt, dass die Grünbereiche entlang des Weges Trockenrasenbiotope seien und die Aufhäufungen mit den Steinen ckzugsräume für Reptilien darstellten.

 

Herr Kegat fragt, wie es sich mit der Abgrenzung zu den im Norden angrenzenden Grundstücken verhalte, welchen Abstand der Weg von diesen Grundstücken habe und welche Bepflanzung vorgesehen sei.

 

Herr Nikpur erläutert, dass in Abgrenzung zum autohauseigenen Betriebshof Schallschutzzäune aufgestellt würden. Übrige Anwohner, die angrenzend an den Wanderweg wohnten, bekämen keine Zaunelemente. Der Weg verlaufe in geschwungener Wegeführung durchs Gelände und habe unterschiedliche Entfernungen zu benachbarten Grundstücken. Die Böschung als Bepflanzung bleibe unangetastet und werde gepflegt.

 

Frau Schenkewitz fragt nach der Länge des Weges und ob eine Beleuchtung und Bänke vorgesehen seien.

 

Herr Nikpur entgegnet, dass eine Beleuchtung nicht geplant sei und er die Länge des Weges zu Protokoll geben werde.

 

Protokollnotiz

 

Die Länge des Wanderweges von der Langenhorner Chaussee bis zum Foßberger Moor beträgt 750 m.

 

 

Der Vorsitzende wundert sich über das Fehlen von Sitzbänken in der vorgestelltn Planung und bekräftigt die Forderung nach ebenjenen Sitzbänken.

 

Herr Adolphi teilt mit, dass eine Beleuchtung sicherheitsrelevant sei. Er möchte dagegen wissen, welche Höhe der Schallschutzzaum haben werde.

 

Herr Nikpur entgegnet, dass es sich um einen 2 m hohen Zaun handle, der derzeit bereits im Bau befindlich sei.

 

Frau Olszewski fragt, ob der als kontaminiert vermutete Boden des ehemaligen Bahngeländes abgetragen werden müsse. Sie regt zu einer gezielten Beleuchtung der Wege in Fußhe an, um die Lichtemissionen nicht zu verstärken. Zudem läge es Ihrer Meinung nach in der Verantwortung des Privatinvestors diese Beleuchtung zu zahlen.

 

Herr Willing erwähnt, dass der Boden, auf dem ehemals Schienen verlegt gewesen seien, seines Wissens nach nicht kontaminiert sei, folglich auch nicht abgetragen werden müsse, was zudem einen nicht unwesentlichen Eingriff in das Biotop darstellen würde.

 

Ein Teil der Flächen angrenzend an den Wanderweg bleibe weiterhin im Besitz der Deutschen Bahn. Der nordöstliche Teil dagegen werde öffentliche Grünanlage. Der LSBG wäre dort verantwortlich für die Beleuchtung. Jedoch würden ausschließlich Grünanlagen mit überörtlicher Bedeutung mit einem Beleuchtungssystem ausgestattet werden. Hierzu gebe es eine Prioritätenliste bei der BUE. Die Forderung nach einer Beleuchtung sei durch den Ausschuss bereits beschlossen und durch den Bezirk an die Fachbehörde weitergeleitet. Eine Beleuchtung des Gehweges auf privatem Grund müsste jedoch durch den Grundstückseigentümer finanziert werden. Zudem sei die Auto Wichert GmbH als Eigentümer auf ihrem Grund, der öffentlich genutzt werde, weiterhin verkehrssicherungspflichtig. Auch die Forderung nach Bänken könne durch die Stadt Hamburg nur für den öffentlichen Grund umgesetzt werden.

 

Herr Messaoudi meint, dass der Bezirk gegenüber der BUE angeben solle, dass die emissionsarme Lichtinstallation gemeinsam für die stadteigene Fläche und den Privatgrund gefordert werde.

 

Frau Ros sagt, dass es wichtig sei, dass die geplante Rampe sowohl rollstuhlgerecht als auch gehwagengerecht gebaut werde. Sie greift das Thema Schlackesteinhaufen nochmals auf, da dieser ihrer Meinung nach einem Bauspielplatz gleiche.

 

Herr Nikpur erläutert, dass Steine im unteren Bereich befestigtrden. Kinder könnten ungehindert auf diesen gelangen, um ihn zu betreten. Sicherungsmaßnahmen seien nicht vorgesehen.

 

Herr Kranz fragt, ob die asphaltierten Stellen nicht auch entsiegelt werden könnten. Zudem seien seiner Ansicht nach lleimer entlang des Weges wünschenswert. Zur Beleuchtung gibt er an, dass sich die Grünen-Fraktion eine insektenfreundliche Beleuchtung wünschen würde.

 

Herr Willing erklärt, dass eine insektenfreundliche Beleuchtung mittlerweile Standard sei. Eine Beleuchtung durch Poller sicherzustellen, könne jedoch auf Grund der Erfahrungen durch Vandalismus, nicht befürwortet werden.

 

Weiter führt er aus, dass die versiegelte Fläche derzeit nicht ins Siel entwässere, sondern oberflächig in die Nebenflächen. Ökologisch und aus Kostengründen wäre ein Eingriff nicht zu rechtfertigen.

 

Einergerin erwähnt, dass am Hang zum Foßberger Moor ein Haus stehe und die Bahngleise nah seien, so dass sie meint, dass sie wenig räumlichen Spielraum für eine Rampe sehe.

 

Zudem fragt sie, ob trotz Protesten gegen die Schallschutzwand mit dem Bau fortgefahren werde und ob die ume und Sträucher erhalten blieben, die es in dem Grünbereich gebe.

 

Herr Nikpur veranschaulicht anhand eines Lageplans, dass zur Errichtung der Rampe Bäume unter Beachtung der erforderlichen Ersatzpflanzung zu fällen seien.

 

Die Bürgerin erklärt, dass der Wanderweg letztlich an der Langenhorner Chaussee beginne. Sie führt an, dass in der Baugenehmigung auf Ersatzpflanzungen eingegangen worden sei. Es seien 25 heimische Laubbäume mit einem Stammumfang von mind. 25 cm zu pflanzen. Die Ersatzpflanzungen seien Auflagen gemäß zunächst vorgenommen worden, jedoch habe die Hochbahn die Ersatzpflanzungen später wieder entfernen lassen.

 

Frau Olszewski fragt die Verwaltung, warum der Ausschuss nichts davon wisse, dass trotz diverser Diskussionen Ersatzpflanzungen zwischenzeitig wieder entfernt worden seien.

 

Der Vorsitzende äert die Vermutung, dass bei der Ausführungsplanung und r die Neuanpflanzung der Ersatzbäume vergessen worden sei, den betroffenen Grundeigentümer, d.h. die Hochbahn, zu beteiligen.

 

Herr Nikpur bestätigt diese Vermutung und erklärt, dass vergessen worden sei, die Hochbahn zu beteiligen und daher auch von dort keine Zustimmung vorgelegen habe, dort Bäume zu pflanzen. Hieraus tte sich dann auch die Forderung der Hochbahn ergeben, die Bäume zu entfernen.

 

Der Vorsitzende erklärt, dass die Bäume erst frisch gepflanzt worden seien und er davon ausgehe, dass die Bäume wieder ausgepflanzt werden könnten und jetzt an anderer Stelle zwischengepflanzt worden seien.

 

Herr Nikpur erläutert, dass die Hochbahn wegen der unmittelbaren Nähe vorhandener Leitungen auf die Entfernung der Bäume bestanden habe. Diese seien jetzt in Hamburg-Bergstedt zwischengepflanzt. Da jetzt im Plangebiet weniger Bäume gepflanzt werden können, würden die neuen Ersatzbäume einen größeren Stammumfang aufweisen. Ab Oktober 2016 sollen nun die neuen Ersatzbäume gepflanzt werden.

 

Ein Bürger erkundigt sich nach der genauen Gestaltung der geplanten Rampe.

 

Herr Nikpur erläutert, dass die behindertengerechte Rampe aus mehreren einzelnen Rampen und ebenen Podesten bestehe.

 

Herr Debus wiederholt die Forderung nach einer ausreichenden Beleuchtung, der Aufstellung von Abfalleimern und Bänken.

 

Herr Schmidt fragt, ob der vorhandene alte Asphaltweg ertüchtigt werde und ob die Bewirtschaftung zwischen privatem und öffentlichem Grund unterschiedlich vorgenommen werde. Zudem merkt er an, dass die Rampe ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte.

 

Herr Nikpur erwähnt, dass der Belag der Wege bei Abschluss der Baumaßnahmen in der Weise vorhanden sein werde, dass keine Gefahr für Leib und Leben ausgehe. Für die Wege sei eine Breite von 3,50 m vorgesehen.r den Verlauf der Rampe seien Kurven vorgesehen, die die Nutzung verlangsamten.

 

Herr Willing ergänzt, dass es am Ende der Rampe eine Sperre werde geben müssen, um die Unfallgefahr zu minimieren. Außerdem werde die Rampe nach Westen verschoben, um einen ebenerdigen Einstieg von der Straßenbegrenzungslinie aus zu schaffen.

 

 

  • Forderungen des Ausschusses

 

Der Vorsitzende trägt den Antrag zum Aufstellen von Ruhebänken mit Abfallbehältern und einer ausreichenden Beleuchtung vor.

 

Der Antrag wird einstimmig beschlossen.