Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Aktuelle Bürgerfragestunde  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
TOP: Ö 2
Gremium: Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 27.06.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:01 Anlass: Sitzung
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

  • Schwimmbad Ohlsdorf

 

Ein Bürger merkt an, dass seine Fragen, die er in der Sitzung am 14.09.2015 gestellt hat, weder schriftlich noch mündlich beantwortet worden seien. Auch sei kein Protokoll der Sitzung veröffentlicht.

 

Aus diesem Grunde wiederhole er nun sein Anliegen, auch wenn es möglicherweise zu spät sei, wesentliche Änderungen an den Plänen zum Umbau des Ohlsdorfer Bades zu erwirken.

 

Er äert sich negativ über die Erweiterung des Eingangsgebäudes, das aus dem Jahr 1927 stamme und von Fritz Schumacher entworfen worden sei. Trotz Denkmalschutzesrde der umgestaltete Eingangsbereich durch die neu entstandene Unsymmetrie in seinen Augen verunstaltet. Des Weiteren halte er 2 Eingänge, wie sie geplant seien, r überdimensioniert.

 

Gleiches gelte für den Ausbau des Parkplatzes von derzeit 17 auf 61 Kfz-Stellplätze nach Fertigstellung. Dagegen seien für Schulbusse keine Parkplätze vorhanden, was zu Verkehrshindernissen führe. Dies obwohl Schulklassen das Bad oftmals per Bus erreichten. Zudem seien Fahrradstellplätze zu knapp bemessen. Hier sollte der vorhandene Platz zumindest für weitere Stellplätze genutzt werden.

 

Schließlich falle durch die Umbaumaßnahmen der seit 25 Jahren existierende Grüne Saal als Stadtteilkulturzentrum ersatzlos weg. Es bestehe im Umfeld kein vergleichbar großer Saal, so dass sich der Bürger für den Erhalt einsetzt.

 

Herr Messaoudiumt ein, dass das Bad den Vorstellungen vieler Bürger und der Politik nicht vollumfänglich entspreche. Es sei wenig auf Bürgerbeteiligung geachtet worden.

 

Der B+R-Betriebsgesellschaft sei die unzureichende Abstellmöglichkeit in Ohlsdorf geschildert worden. Die Umwidmung von Kfz-Plätzen in Fahrradstellplätzen werde insgesamt jedoch zunehmend vorgenommen.

 

Auch die Fraktion DIE LINKE halte einen separaten Eingang für Schulklassen r entbehrlich, was nun jedoch nicht mehr abänderbar sei.

 

Jedoch sei gerade der Grüne Saal gesellschaftspolitisch und kulturell prägend für den Stadtteil. Auch der Bezirksamtsleiter hätte sich in der Vergangenheit für den Erhalt oder Ersatz der Räumlichkeit ausgesprochen.

 

Herr Müller äert sich zum Wechsel in der Gremienbetreuung und teilt mit, dass bisher nicht abgestimmte Protokolle nachträglich veröffentlicht werdenrden.

 

Herr Adolphi sagt, dass ausreichend Platz im Eingangsbereich vorhanden sein müsse, damit gerade in Notsituationen keine Behinderungen bestünden. Diese sehe er jedoch im normalen Betrieb nicht, so dass auf einen zusätzlichen Eingang tte verzichtet werden können.

 

Die Vorsitzende erklärt, dass das Bauantragsverfahren bereits im Unterausschuss Bau behandelt worden sei. Es könne verglichen werden, ob die Realisierung des Baus mit den vorgestellten Planungen korrespondiere.

 

Herr Kegat erklärt, dass die Bäderland Hamburg GmbH sich aus wirtschaftlichen Gründen dafür entschieden hätte, das Freibad in ein ganzjährig zu betreibendes Familienbad umzugestalten. Ein Architektenwettbewerb sse dafür nicht zwingend durchgeführt werden. Auch die Organisation und Nutzung der Parkfläche liege im Entscheidungsbereich des Grundstückseigentümers.

 

Eine Bürgerin kritisiert den Ausschuss, der ihrer Meinung nach über Alternativen zum Grünen Saal diskutiere, während der Grüne Saal e.V. schon längst die Kündigung erhalten hätte und bis November 2016 schließen müsse. Dabei benötige der Stadtteil ein Stadtteilkulturzentrum.

 

Frau Olszewski fasst die Ergebnisse der Diskussion zusammen und regt zu einem interfraktionellen Antrag an, damit der Bezirksamtsleiter aufgefordert wird, sich umgehend für passende Räumlichkeiten einzusetzen, damit die dortige Stadtteilkultur nicht gefährdet werde.

 

Die Vorsitzende formuliert den interfraktionellen Antrag. Dieser wird einstimmig beschlossen (Anmerkung der Verwaltung: Drs.-Nr. 3184).