Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Aktuelle Bürgerfragestunde  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
TOP: Ö 2
Gremium: Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 25.04.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:04 - 21:03 Anlass: Sitzung
Raum: Schule Stockflethweg, Aula
Ort: Stockflethweg 160, 22417 Hamburg
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Mehrere Bürger äern die Meinung, dass der Ausbau der Langenhorner Chaussee  überdimensioniert sei, da es in nördlicher Richtung sehr wenige Abbieger gebe, die in den Stockflethweg abbiegen würden. Es gebe auch bei zunehmender Verkehrsprognose kaum Staugefahr. Zudem wird die Bitte geäert, dass bei vorübergehender Deaktivierung einer Fahrbahn während des Ausbaus Fahrradbügel statt Blumenkübel in unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofes Ochsenzoll aufgestellt werden sollten.

 

Herr Kegat teilt mit, dass die Langenhorner Chaussee für den motorisierten Verkehr leistungsfähig bleiben sse              und für den Radverkehr leistungsfähig gemacht werden soll. Zudem würden sich die Zielverkehre rund um den Stockflethweg deutlich erhöhen, nicht lediglich wegen des Autohauses Wichert. Zum Verkehrsfluss müssten laut Expertenaussagen gerade in den Knotenpunkten großgige Abbiegeverläufe geschaffen werden.

 

Herr Messaoudi kritisiert die Verkehrspolitik der Mehrheitsfraktion und verdeutlicht, dass erst mit attraktiven Angeboten Verkehrsströme gelenkt werden könnten. Um den Radverkehrsanteil auf 25 % zu erhöhen, müssten bauliche Veränderungen verkehrspolitisch sinnvoll umgesetzt werden.

 

Herr Müller sagt, dass die CDU-Fraktion den 5-spurigen Ausbau der Langenhorner Chaussee an besagter Stelle ebenfalls für überdimensioniert halte und dass die Funktionalität der Straße auch 4-spurig erhalten bliebe. Dennoch wünsche er sich Nachbesserungen durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG).

 

Eine Bürgerin teilt mit, dass der Bebauungsplan Langenhorn 68 im Januar 2013 ausgelegt wurde, die Anwohner jedoch seitens der Behörde rzlich schriftlich darüber informiert worden seien, dass der Bebauungsplan erneut ausgelegt werde. Sie fragt, ob die Bürger überhaupt noch ein Mitspracherecht hätten.

 

Ein Bürger widerspricht den Ausführungen von Herrn Kegat und teilt mit, dass die Liegenschaft Langenhorn 68 bereits zu 70 % bebaut sei, so dass er die für die Verkehrsplanung zugrunde liegende Prognose für nicht zutreffend hält.

 

Ein Anwohner meint, dass er den Rückbau der Langenhorner Chaussee erwarte und es sich ihm nicht erschließe, warum die Knotenpunkte überdimensioniert ausgebaut werden würden.

 

Eine Bürgerin sagt, dass die Bushaltebuchten so konzipiert seien, dass bei Halten eines Busses eine der beiden Spuren der Langenhorner Chaussee blockiert würde. Außerdem könne sie einen möglichen realen 4-spurigen Ausbau nicht verstehen, wenn nördlich der Essener Straße eine 2-spurige Weiterführung der Straße erfolge.

 

Ein Bürger fasst zusammen, dass unterschiedliche Informationsstände darüber bestehen, ob die Langenhorner Chaussee zwischen Langenhorn Markt und der U-Bahn-Station Ochsenzoll ein- oder 2-spurig bestehen soll und bittet um Auskunft.

 

Der Vorsitzende stellt heraus, dass die Leistungsfähigkeit einer Stadtstraße wesentlich vom Ausbau der Knotenpunkte abhänge, unabhängig, ob die Straße ein- oder mehrspurig verlaufe.

 

Ein Bürger teilt mit, dass sich ein möglicher 5-spuriger Ausbau des Kreuzungsbereiches Langenhorner Chaussee / Stockflethweg auf ein Verkehrsgutachten aus 2004 stütze. Er hätte sich eine neue Verkehrszählung gewünscht, um basierend auf den Zahlen die Erforderlichkeit einer 5-spurigen Fahrbahn nachvollziehen zu können. Des Weiteren fragt er nach dem Sinn des Rückbaus von Bushaltebuchten in der Langenhorner Chaussee südlich des Autohauses Wichert, wo sich die Straße zusätzlich verenge und erst durch den Umbau ein Verzögerungspotential für den an sich fließenden Verkehr geschaffen werde.

 

Herr Kegathrt dazu aus, dass es zusätzlich zum Bebauungsplan Langenhorn 68 andere, z.T. umfangreiche Baumaßnahmen gebe, in deren Folge sich der Verkehr ausweite. Zum Quell- und Zielverkehr kämen Durchgangsverkehre, so dass ein Ausbau von Knotenpunkten erforderlich sei. Er betont nochmals, dass bei Rückbau von breiten Straßenverläufen Abbiegemöglichkeiten mit ausreichend langen Abstellflächen abbiegender Autos Verzögerungen im Verkehr verhinderten. Den Umbau der Kreuzung Langenhorner Chaussee / Stockflethweg würde zudem das Autohaus Wichert zu großen Teilen finanzieren. Der Vorschlag, zeitweise Fahrradbügel auf gesperrten Teilstücken aufzustellen, sei nach seinen Worten durchdenkenswert.