Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Home Support, von der Jugendwohnung in die eigenen vier Wände Vorstellung des Projektes  

 
 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 5.1
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 24.02.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:12 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Sobczak stellt anhand einer Präsentation (Anlage zu Protokoll) das Projekt Home Support vor.

Das Projekt sei 2013 entwickelt worden. Bislang sei aber keine Wohnung entstanden oder fertig geworden. Zur Evaluation durch die HAW führt er aus, dass die ersten Ergebnisse voraussichtlich Mitte 2017 vorgestellt würden.

 

Herr Kleinow kritisiert die Art der Information für die Jugendlichen, da z.B. der Flyer aus seiner Sicht nicht niedrigschwellig sei.

 

Herr Sobczak teilt mit, dass die Jugendlichen nicht ausschließlich auf die Flyer angewiesen seien sondern über verschiedene Einrichtungen wie z.B. Lawaetz Jugend & Wohnen über das Angebot informiert würden.

 

Auf Nachfrage von Frau Traversin informiert Herr Sobczak, dass die Stadt Baugrundstücke vergibt, auf denen ein Investor Wohnungen bauen könne, die zum Teil an die genannte Zielgruppe vermietet werden. Je mehr ein Bezirk Wohnungen baut bzw. bauen lässt, umso mehr junge Menschen aus Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung könnten dort einziehen. Bezirksübergreifend würden diese Wohnungen nicht angeboten. Zusammen mit Lawaetz würde Home Support derzeit Verfahrensabsprachen entwickeln.

 

Auf Nachfrage von Frau Pilz erklärt Herr Sobczak, dass der ESF im Rahmen der Finanzierung Vorgaben gemacht habe, welcher Jugendliche als Teilnehmer geführt werden dürfe; Beratungsaufwand ab 8 Stunden und das Ausfüllen eines Teilnehmerfragebogens sei erforderlich.

 

Auf Nachfrage von Herrn Stammer nach der Zukunftsplanung teilt Herr Sobczak mit, dass bereits Vorgespräche geführt würden, die Finanzierung des Projektes ab 01.08.2017 fortzuführen. Im Rahmen der Ausschreibung für die erst in 2017 fertiggestellten Wohnungen sei als Auflage festgehalten worden, dass ein Unterstützungsangebot r die Zielgruppe vorgehalten werden müsse. Insofern seien die Chancen r die Weiterfinanzierung des Projektes gut.

 

Auf Nachfrage von Frau Haas nach Zugriffsmöglichkeiten auf ältere, kleine Wohnungen, die im Rahmen von Neubauvorhaben ansonsten abgerissen werden, teilt Herr Sobczak mit, dass im Rahmen der Projektsteuerung die Aufgaben deutlich getrennt worden seien, so dass Home Support keine Wohnungsakquise und ähnliches betreibe.

 

Auf Nachfrage von Herrn Kegat informiert Herr Sobczak, dass die personelle Ausstattung im Verhältnis zur Teilnehmerzahl sehr gut sei, da z.B. die Wohnungssicherung für junge Menschen und die daran anschließenden Aufgaben für die Betreuer sehr arbeitsintensiv seien.

 

Auf Nachfrage von Frau Besterhren Herr Sobczak und N/JA-L aus, dass zu Beginn des Projektes von 300 neugebauten Wohnungen im Jahr mit unbefristeten Mietverträgen ausgegangen worden sei. Im Verhältnis zu den Kosten für Hilfen zur Erziehung seien die Ausgaben für Jugendliche in Wohnungen geringer. Home Support würde selber keine Schuldnerberatung anbieten, aber Ansprüche auf Leistungen überleiten.

N/JA würde im Durchschnitt von etwa 20 Heranwachsenden ausgehen, die jährlich in eigenen Wohnraum vermittelt werden sollen. Gemeinsam mit den Straßensozialarbeitern sowie Hude und Bodelschwingh aber auch den Träger von HzE werde versucht, Wohnungen für die Jugendlichen zu finden.

 

Der Vorsitzende dankt Herrn Sobczak für die Ausführungen.


Abstimmungsergebnis:

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.