Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Öffentliche Bürgerfragestunde  

 
 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 24.02.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:12 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
 
Protokoll

Der Leiter des Kinder- und Familienzentrums in Barmbek berichtet, dass die Einrichtung verstärkt von Beratung suchenden Flüchtlingsfamilien aus Unterkünften aufgesucht werde, da seine Mitarbeiter eine entsprechende Fremdsprachenkompetenz aufweisen. Teilweise werde die Mehrarbeit mit zusätzlichen Honorarkräften geleistet, die aber keine Verlässlichkeit garantieren können. Er möchte daher wissen, inwieweit der Jugendhilfeausschuss die Einrichtung unterstützen könne, bzw. welche Möglichkeiten es beispielsweise bei Übersetzungstätigkeiten oder finanzieller Hilfe gibt.

 

Der Vorsitzende begrüßt, dass die Flüchtlinge den Weg in das Kinder- und Familienhilfezentrum finden und verweist auf eine finanzielle Unterstützung durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

 

Herr Kleinow schließt sich dieser Äerung an.

 

Frau Haas schlägt vor zu prüfen, ob aus Rahmenzuweisungen oder dem Flüchtlingsfonds Einrichtungen, die viele Flüchtlinge betreuen, zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden können. Die Regelarbeit dürfe nicht hinter der Arbeit für die Flüchtlinge zurückstehen.

 

Auf Nachfrage informiert der Leiter der Einrichtung, dass er für dieses Jahr mit ca. 2.500 EUR zusätzlichen Mitteln für Honorare (2 Mal die Woche für 3-4 Stunden) rechne. Er gehe aber davon aus, dass auch andere Einrichtungen einen ähnlichen Bedarf für zusätzliche Sprachkompetenz hätten.

 

Frau Bester schlägt vor, die Problematik in den Fraktionen zu diskutieren und in der nächsten Sitzung einen entsprechenden Vorschlag einzubringen.

 

N/JA-L weist darauf hin, dass es verschiedene Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit gebe, die pragmatische Möglichkeiten und Hilfen anbieten würden. Eine Finanzierung aus Rahmenzuweisungen sei wegen der strukturellen Defizite schwierig, da diese Defizite bereits aus den Resten ausgeglichen werden. Insofern sollten die Bedarfe festgestellt werden.

 

Der Vorsitzende wiederholt noch einmal seinen Vorschlag, die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten über die BASFI bzw. das Bezirksamt zusammenzustellen. Darüber hinaus verleiht er seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch andere Einrichtungen den Flüchtlingen Hilfe anbieten können.