Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Langfristige Weiterentwicklung des U-Bahn-Netzes Antrag der FDP-Gruppe  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung
TOP: Ö 6.7
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: abgelehnt
Datum: Do, 10.09.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:47 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
20-1920 Langfristige Weiterentwicklung des U-Bahn-Netzes
Antrag der FDP-Gruppe
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:123.30-04/0004
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Der Antrag wird zusammen mit Tagesordnungspunkt 6.7.1 beraten.

 

Herr Dickow stellt fest, das Projekt der langfristigen Weiterentwicklung des U-Bahn-Netzes sieht bereits Verbesserungen für den Bezirk vor, ist aber noch verbesserungswürdig. Es wird deshalb gefordert, zusätzlich eine Querung nördlich der bestehenden Ringlinie, eine Querverbindung Nord-West, zu schaffen. Bisher hat es keine Überprüfung für eine derartige Verbindung gegeben, sie sollte im Rahmen der Machbarkeitsstudie aber zumindest überprüft werden. Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang auch die Schaffung einer Haltestelle in Groß Borstel. Der Antrag von SPD und GRÜNE wird abgelehnt, da hierbei nur die Anbindung von Groß Borstel im Fokus steht.

 

Herr Werner-Boelz kann die Intention des Antrages der FDP nachvollziehen, hält dies aber für unrealistisch. Hier muss bei den Forderungen etwas mehr Augenmaß angelegt werden. Die Forderung erscheint weder finanzierbar noch bautechnisch durchführbar. Der Antrag von SPD und GRÜNE hingegen fordert, grundsätzlich ein Konzept für die bessere Anbindung von Groß Borstel an den öffentlichen Nahverkehr zu entwickeln. Dies erscheint eine realistische Forderung, gerade in Hinblick auch auf das Baugebiet Tarpenbek Ufer, wo 750 Wohneinheiten entstehen werden. Vorstellbar wären eine Taktverdichtung der Buslinie 114 bzw. andere Linienführungen für den Busverkehr etc.

 

Herr Domres kann sich ebenfalls nicht vorstellen, dass eine U-Bahn-Anbindung von Groß Borstel realisierbar ist. Dies erscheint schon technisch, aufgrund der Güterbahnführung in diesem Bereich, in der vorgeschlagenen Form nicht möglich. Richtig ist, dass die Anbindung von Groß Borstel verbessert werden muss. Dies erscheint aber nur über den Busverkehr möglich.

 

Herr Dr. Schott bedauert, dass auf Landesebene das Stadtbahnprojekt nicht weiter verfolgt wurde. Dies wäre eine realistische Chance gewesen, um Groß Borstel besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Es wurde im letzten Jahr von der CDU ein Plan für ein vernünftiges Streckennetz vorgelegt, mit einer Verbesserung der Ost-West-Verbindung. Es hätte eine Station der Stadtbahn im Bereich Deelböge gegeben. Grundsätzlich wird die Forderung der besseren Anbindung von Groß Borstel unterstützt, zumal ein Zuwachs der Bevölkerung von 20 % 25 % durch die Neubaupläne zu erwarten ist.

 

Frau Olszewski findet es gut und richtig, die Optionen auch für eine U-Bahn-Anbindung zumindest zu prüfen. Sie schlägt vor, beide Anträge zu kombinieren, um alle Möglichkeiten auszuloten.

 

Herr Werner-Boelz stellt fest, der Antrag von SPD und GRÜNE schließt eine U-Bahn-Anbindung nicht aus. Es besteht deshalb kein Grund den Antrag zu ändern.

 

Herr Domres macht nochmals deutlich, dass nur realistische Optionen geprüft werden sollten.

 

Herr Messaoudi spricht sich ebenfalls dafür aus, alle Möglichkeiten zumindest zu prüfen. Aufgabe der Politik ist es sicherzustellen, dass der öffentliche Nahverkehr für alle zugänglich ist, hierbei ist der wirtschaftliche Aspekt gegebenenfalls zu vernachlässigen. Er macht nochmals deutlich, was es für Groß Borstel bedeutet, dass dort 750 Wohneinheiten gebaut werden. Hier muss dringend ein entsprechendes Konzept erstellt werden.


 

 


Abstimmungsergebnis:

Mehrheitlich abgelehnt

 

Für-Stimmen

: CDU, DIE LINKE, FDP, Piraten, AfD

Gegenstimmen

: SPD, GRÜNE

Stimmenthaltungen

: