Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Auszug - Umgang mit Straßenbenennungen nach NS-belasteten Personen: Stadtweites Konzept entwickeln! Gemeinsamer Antrag von SPD- und GRÜNE-Fraktion   

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung
TOP: Ö 6.7
Gremium: Bezirksversammlung Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 13.11.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:38 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Robert - Koch - Straße 17, 20249 Hamburg
20-0552 Umgang mit Straßenbenennungen nach NS-belasteten Personen:
Stadtweites Konzept entwickeln!
Gemeinsamer Antrag von SPD- und GRÜNE-Fraktion
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
  Aktenzeichen:123.30-04/0004
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Werner-Boelz stellt dar, die Debatte um die Hindenburgstraße hat dazu geführt, dass die Bürgerschaft inzwischen eine Untersuchung in Auftrag gegeben hat zu den historischen Hintergründen der Ehrenbürger dieser Stadt. Im Zuge dieser Debatte haben viele Bürgerinnen und Bürger Hinweise auf andere Straßenbenennungen gegeben, die kritisch betrachtet werden müssen. Die Folge war ein einstimmig beschlossener Antrag zu Prof. Dr. Konjetzny, der ein überzeugter Nationalsozialist war. Bis heute ist allerdings noch nicht bekannt, wie der Senat sich in diesem Fall verhalten wird. Weitere Fälle sind der Neurologe Prof. Dr. Max Nonne, der die Euthanasie verteidigt hat und Hugo Schottmüller, der das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Hochschulen und Universitäten zu Adolf Hitler und dem Nationalsozialistischen Staat mit unterschrieben hat. Es gibt also eine Reihe von Straßen, die nach NS-belasteten Personen benannt sind. Es ist deshalb dringend geboten ein stadtweites Konzept für den Umgang mit Straßenbenennungen nach NS-belasteten Personen zu erarbeiten.

 

Herr Messaoudi erklärt, dieser Antrag ist längst überfällig. Das Thema wurde bereits mehrfach bewegt. Das Thema sollte auch hinsichtlich der Hindenburgstraße nochmals aufgegriffen werden, da lediglich ein Teilstück umbenannt wurde. Hier kann der Senat bei seinen Prüfungen und Entscheidungen nicht immer nur von der Anzahl der Anlieger ausgehen. Es ist wichtig, sich klar zu distanzieren. Man muss deshalb mit Nachdruck für die Forderungen von Umbenennungen eintreten. 


 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen