Bezirksversammlung Hamburg-Nord

Tagesordnung - Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel  

 
 
Bezeichnung: Sitzung des Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
Gremium: Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
Datum: Mo, 25.06.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:23 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Langenhorn
Ort: Tangstedter Landstr. 6, 22415 Hamburg

TOP   Betreff Drucksache

Ö 1  
Bestätigung der Tagesordnung    
Ö 2     Aktuelle Bürgerfragestunde    
Ö 3  
Genehmigung der Niederschriften
SI/2018/212  
   
   
Ö 4     Anträge    
Ö 4.1  
Keine übergroße Grundstückszufahrt zum Grundstück Ecke Langenhorner Chaussee / nördlich Fibiger Straße Interfraktioneller Antrag
20-5867  
Ö 4.2  
1. Verschickung Veloroute 4 Fuhlsbüttler Damm – Stellungnahme des Regionalausschusses Gemeinsamer Antrag von SPD-, GRÜNE- und DIE LINKE-Fraktion sowie der FDP-Gruppe
20-5868  
Ö 4.3  
Veloroute 4 Fuhlsbüttler Damm – STELLUNGNAHME der CDU Fraktion im Regionalausschusses Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
20-5874  
Ö 4.4  
1. Verschickung Veloroute 4 Immenhöven – Laukamp: Stellungnahme des Regionalausschusses Gemeinsamer Antrag von SPD-, GRÜNE- und DIE LINKE-Fraktion
20-5875  
    VORLAGE
   

Petitum/Beschluss:

Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss beschließen:

Das Vorsitzende Mitglied des Regionalausschusses übermittelt dem Bezirksamt und dem Planungsbüro fristgerecht die folgende Stellungnahme des Ausschusses:

 

  1. Allgemeine Einschätzung

Der Regionalausschuss begrüßt den Ausbau der Veloroute 4 im Planbereich ganz ausdrücklich. Die im Bereich der Fußgängersprunginsel nicht unterbrochenen Schutzstreifen tragen zur gefühlten Sicherheit der Radfahrenden bei. Für die Anbindung der B&R-Anlagen unter der U-Bahnbrücke konnte eine ungewöhnliche, aber kreative Lösung gefunden werden. Auch Fußgängerinnen und Fußgänger können von der Planung durch barrierefreie Fußwege im gesamten Planbereich deutlich profitieren.

 

  1. Fahrbahnbreite Immenhöven (Süd)

In der Planung ist eine Fahrbahnbreite von 3,50m vorgesehen. Diese wird als gefährlich angesehen: Fährt ein Radfahrender am rechten Fahrbahnrand, so ist es noch möglich, diesen mit einem Pkw zu überholen. Es ist aber nicht mehr möglich, dabei einen als sicher geltenden Abstand von 1,50m einzuhalten. Es ist plausibel, anzunehmen, dass viele Autofahrende daher trotzdem überholen werden. Aus diesem Grund sollte die Straße entweder verbreitert (sicheres Überholen möglich) oder aber schmaler gestaltet werden (Überholen auch für Pkw unmöglich). Im Falle einer Verbreiterung sollte auch der Schutzstreifen fortgeführt werden. Eine Verschmälerung der Straße kann auch durch preiswerte Maßnahmen wie z.B. Pflanzkübel, Betonringe oder Fahrradbügel auf der Bestandsfahrbahn (im Schutz einer Nase) erreicht werden.

 

  1. Ordnungswidrige Gehwegnutzung Radverkehr

In Fahrtrichtung Osten fahrende Radfahrende müssen sich im Bereich der Bushaltestelle in den Mischverkehr einordnen und im weiteren Verlauf die Fahrbahn Immenhöven (Süd) nutzen. Auf Grund der gefährlichen Überholsituation in Immenhöven (Süd, siehe 2.) und auch um sich das möglicherweise mit Wartezeit verbundene Einordnen in den Mischverkehr zu ersparen, werden viele Radfahrende ab der Einmündung Borner Stieg auf dem Gehweg fahren. Attraktiv wird dieser ordnungswidrige Fahrweg zudem durch

a) die große Breite des Gehweges neben Immenhöven (Süd);

b) die Nullabsenkung an Immenhöven (Süd) an der Einmündung Borner Stieg;

c) die Linienführung: aus dem Schutzstreifen geradeaus geht es direkt auf den Gehweg.

Um dieses gerade für Fußgängerinnen und Fußgänger gefährliche Fehlverhalten weniger attraktiv zu machen, sollte der vorgeschriebene Fahrweg intuitiver gestaltet werden. Es sei angeregt, den vor der Bushaltestelle endenden Schutzstreifen nach der Bushaltestelle wieder aufzugreifen und über die Einmündung Borner Stieg hinaus zu führen. Die Verflechtung in den Mischverkehr sollte dann an einer Stelle geschehen, an der nicht leicht auf den Gehweg gewechselt werden kann.

 

  1. Verdeutlichung Verlauf der Veloroute 4

Der in Fahrtrichtung Westen führende Schutzstreifen in Immenhöven (Süd) beginnt - aus dem Borner Stieg kommend - erst ein ganzes Stück von der Einmündung Borner Stieg entfernt. Um für aus Süden kommende Radfahrende intuitiv zu verdeutlichen, dass die Veloroute hier links abbiegt, sollte der Schutzstreifen schon unmittelbar an der Einmündung Borner Stieg beginnen.

Gleiches gilt für den Radfahrstreifen in Richtung Norden im Laukamp: Dieser sollte über die Einmündung des Immenhöven (Nord) in den Laukamp fortgeführt werden. Zum einen, um Radfahrenden den Verlauf der Veloroute zu verdeutlichen, zum anderen um den Kfz-Verkehr aus Immenhöven (Nord) besonders auf Räder von links aufmerksam zu machen.

 

  1. Gehweg Foorthkamp Südseite

Der Gehweg auf der Südseite des Foorthkamps zwischen Diekmoorweg und
U-Bahnbrücke wird als unnötig angesehen. Der alternativ nutzbare Gehweg zwischen
U-Bahndamm und P&R-Anlage ist sogar etwas kürzer. Es gibt entlang des Weges zwischen Diekmoorweg und U-Bahnbrücke keine plausiblen Quellen und Ziele. Es sei angeregt, die Fläche stattdessen zu einem Großteil als unversiegelte Grünfläche mit neuen Baumpflanzungen, Büschen und/oder insektenfreundlichen Pflanzen (z.B. Frühblühern) auszugestalten und auch einige öffentliche Kfz-Stellplätze einzurichten.

 

  1. Seniorengerechte Bänke

Im Planbereich sollten seniorengerechte Sitzbänke vorgesehen werden, um Ältere und Menschen mit Gehbehinderungen in ihrer Mobilität zu unterstützen. Als mögliche Orte seien der Foorthkamp auf Höhe Einmündung Diekmoorweg (beide Straßenseiten) sowie der breite Gehweg in der Straße Immenhöven (Süd) vorgeschlagen.


  1. Fahrradbügel

Trotz der nahen Bike&Ride-Anlage sollten im Planbereich einige weitere Anlehnbügel für Fahrräder vorgesehen werden. Dies gilt insbesondere für die Orte, die nicht direkt an die B&R-Anlage angrenzen. Angeregt seien Fahrradbügel für den Foorthkamp auf Höhe Einmündung Diekmoorweg (beide Straßenseiten) sowie für die Straße Immenhöven (Süd) im Verlauf des sehr breiten Gehweges.

 

  1. Baumpflanzungen

Neben den Parkständen in der Straße Immenhöven (Süd) sind ein 0,65m breiter Sicherheitstrennstreifen plus 3,92m breite Gehwege vorgesehen. Der Regionalausschuss wünscht sich, dass auf dieser breiten Fläche mehrere Baumscheiben im Verlauf der Straße angelegt werden. Sollten diese aus denkmalschutzfachlichen oder anderen Gründen nicht möglich sein, sollten „Grüninseln“ mit Büschen und/oder insektenfreundlichen Wildpflanzen angelegt werden.

 

  1. Minimierung von Oberflächenversiegelung

Abgesehen von den Flächen für den Fußverkehr und den Parkständen sollten die Nebenflächen so wenig wie möglich versiegelt werden. Dies gilt auch für die geplante Sprunginsel sowie eventuelle „Nasen“. Möglichst sollten auf den entsprechenden Flächen Frühblüher und andere für Insekten attraktive Wildpflanzen vorgesehen werden, wenn nicht

ohnehin Gehölze mit höherem Wuchs geplant sind.

 

 

 

r die SPD-Fraktionr die GRÜNE Fraktion
Thomas KegatCarmen Wilckens

Thorsten Schmidt

Für die Fraktion DIE LINKE: 

Rachid Messaoudi,

Henning Boddin

 

   
    25.06.2018 - Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel
    Ö 4.4 - ungeändert beschlossen
   

 

Nummer 1:

 

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen

 

r-Stimmen

: SPD, GRÜNE, DIE LINKE

Gegenstimmen

:

Stimmenthaltungen

: CDU

 

 

Nummern 2 und 5:

 

Abstimmungsergebnis:

Mehrheitlich beschlossen

 

r-Stimmen

: SPD, GRÜNE, DIE LINKE

Gegenstimmen

: CDU

Stimmenthaltungen

:

 

 

Nummern 3, 4, 6, 7, 8 und9::

 

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen

 

Ö 4.5  
Langenhorner Chaussee: Veloroutenplanung muss mehr als ein Feigenblatt sein! Gemeinsamer Antrag von SPD-, GRÜNE- und Die Linke-Fraktion sowie der FDP-Gruppe
20-5876  
Ö 5     Vorlagen der Bezirksamtsleitung    
Ö 5.1  
Kinderspielplatz Ratsmühlendamm • Ergebnisse der Beteiligungsverfahren • Aktualisierung der Kostenschätzung entsprechend dem Ergebnis des Beteiligungstermins vom 27.02.2018 – Bereitstellung zusätzlicher Mittel
Enthält Anlagen
20-5747  
Ö 5.2  
Veloroute 4 Langenhorner Chaussee/Fibigerstraße 1. Verschickung    
Ö 5.3  
Bündnis für den Radverkehr Veloroute 4 – Fuhlsbütteler Damm Vorstellung der Maßnahme
Enthält Anlagen
20-5759  
Ö 5.4  
Bündnis für den Radverkehr Veloroute 4 / Bezirksroute 7 – Immenhöven-Foorthkamp Vorstellung der Maßnahme
Enthält Anlagen
20-5760  
Ö 5.5  
Lärmschutz auf der Holtkoppelbrücke Stellungnahme des Bezirksamtes
Enthält Anlagen
20-5746  
Ö 5.6  
Drucksachen-Nr. 20-5698 vom 04.05.2018 Eingabe eines Bürgers zum Thema "Sanierung Westerrodegraben" Stellungnahme des Bezirksamtes
20-5828  
Ö 5.7  
Straßenverkehrsbehördliche Anordnungen im Regionalbereich FuLA
Enthält Anlagen
20-5818  
Ö 5.8  
Kinderspielplatz Alsterberg Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens vom 23.05.2018
Enthält Anlagen
20-5855  
Ö 5.9  
Protokoll der Sitzung des Stadtteilrats Essener Straße vom 11.04.2018
Enthält Anlagen
20-5885  
Ö 5.10  
Straßenverkehrsbehördliche Anordnungen im Regionalbereich FuLA II
Enthält Anlagen
20-5873  
Ö 6     Vorlagen des vorsitzenden Mitglieds der Bezirksversammlung    
Ö 6.1  
Freie Fahrt fürs Rad: Ratsmühlendamm für gegenläufigen Radverkehr öffnen! Stellungnahme der Polizei Hamburg
20-5748  
Ö 6.2  
Fußverkehrsstrategie für Alsterdorf umsetzen! Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
20-5763  
Ö 6.3  
Zufahrten zur Holtkoppel 100: Verkehrssicherheit wiederherstellen, Anwohner schützen Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Enthält Anlagen
20-5822  
Ö 7  
Verschiedenes